12:40 25 September 2018
SNA Radio
    Militärpatrouille auf den Stockholmer Straßen

    „Gipfel des Zynismus“: Moskau über Äußerung des schwedischen Premiers

    © REUTERS / TT News Agency/ Jonas Ekstromer
    Politik
    Zum Kurzlink
    318247

    Die russische Botschaft in Stockholm hat auf die Worte des schwedischen Premiers Stefan Löfven, wonach Moskau die Parlamentswahlen 2018 im Königreich zu beeinflussen versuchen könne, mit Empörung reagiert.

    Die Äußerung des Premiers sei „der Gipfel der Taktlosigkeit und des Zynismus“ und wecke große Empörung, besonders vor dem Hintergrund der sich häufenden Russland-feindlichen Ausfälle Stockholms, schreibt die russische Botschaft auf Facebook.

    „Bedauerlicherweise scheint die schwedische Führung im Feuer des Wahlfiebers bereit zu sein, jeden Propagandatrick dem berühmt-berüchtigten antirussischen Motiv anzupassen“, so die Botschaft.

    Die Botschaft hat den schwedischen Premier darauf hingewiesen, dass sich eine derartige Vorgehensweise im Umgang mit Moskau als uneffektiv erwiesen habe. Dem Politiker wurde geraten, über die Notwendigkeit der Wiederaufnahme der Beziehungen zu Russland nachzudenken, die auf Verschulden Stockholms in eine Sackgasse geraten seien.

    Anfang der Woche hatte Löfven erklärt, dass Russland die größte Bedrohung für die Wahlen zum schwedischen Riksdag darstelle. Schweden sei „anhand der Angaben“ zu den Wahlkampfkampagnen in Frankreich und den USA zu diesem Schluss gelangt und nehme an, dass es „nicht in Ruhe gelassen wird“.

    Nach dem überraschenden Wahlsieg Donald Trumps hatten die USA und später auch einige andere Länder Russland beschuldigt, die Ergebnisse der Abstimmung beeinflusst zu haben. Dabei wurden keinerlei Beweise erbracht. Der Kreml und das Außenministerium haben diese Erklärungen als haltlos abgetan.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Wahlen in Mexiko: Politposse um Moskaus angeblich lange Hand
    Putin legt wahren Grund der Ermittlung zu „Russlands Einmischung“ in US-Wahlen offen
    US-Senat: „Null Beweise“ für russische Einmischung in US-Wahlen
    Tags:
    Äußerung, Bedrohung, Wahlen, Botschaft, Facebook, Stefan Löfven, Schweden, Russland