01:04 23 September 2018
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    Weißhelme im Einsatz

    Englischer Priester nennt Weißhelme Dschihadisten

    © AFP 2018 / Amer Almohibany
    Politik
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    Der anglikanische Priester Andry Ashdown hat die Zivilschutzorganisation Weißhelme laut der britischen Zeitschrift „The Times“ als Dschihadisten bezeichnet. Die Mitglieder der Organisation hätten einen blutüberströmten verletzen syrischen Jungen für Propaganda-Zwecke ausgenutzt und ohne Hilfe gelassen.

    Ashdown habe mit seinen häufigen Reisen nach Syrien viel Kritik auf sich gezogen. Ihm werde vorgeworfen, mit der syrischen Regierung zu liebäugeln.

    Ashdown zeigte seinen Zuschauern demnach das berühmte Foto des fünfjährigen syrischen Jungen Omran Daqneesh, das 2016 weltweit für viel Aufsehen gesorgt hatte. Daraufhin zeigte er ein Bild, auf dem er selbst neben dem Jungen steht.

    „Das ist derjenige Junge, dessen Bilder verbreitet wurden und als Propagandamittel gegen das syrische Regime eingesetzt wurden“, so Ashdown.

    „Er wurde von den Weißhelmen abgeholt und in den hinteren Teil des Krankenwagens gesetzt. Er musste dort 40 Minuten lang ohne Behandlung sitzen, während sie ihn fotografierten. Der Vater des Jungen war wütend, doch er konnte sich nicht einmischen, weil das Kämpfer waren“, so der Priester weiter.

    Der Junge sei „verletzt, mit Staub bedeckt und im Schockzustand“ gewesen, während die Weißhelme sich gar nicht um ihn gekümmert hätten.Weil die Mitglieder der Organisation tatsächlich Dschihadisten seien.

    Laut dem Priester haben internationale Medien dem Vater des Jungen Tausende US-Dollar angeboten. Im Gegenzug musste dieser sagen, dass er gegen die syrische Regierung sei. Die Familie habe aber die Rebellen nie unterstützt und habe den Vorschlag abgelehnt.

    Ashdown soll nach eigenen Angaben auch das Hauptquartier der Weißhelme in London aufgesucht haben. Dieses befinde sich ganz in der Nähe des ehemaligen Hauptquartiers der Gruppierung „Dschebhat al Nusra“ – eines Ablegers der Terrororganisation Al-Kaida.

    Die Weißhelme werden von der britischen Regierung finanziert.

    Zuvor hatte der Gründer der Rockband „Pink Floyd“, Roger Waters, die Weißhelme als "bösartige Organisation" bezeichnet, die Propaganda für Dschihadisten und Terroristen verbreite. Er warnte, dass ihre nicht überprüften Angaben über angebliche Giftgasattacken in Syrien eine westlichen Militärintervention zum Ziel hätten.

     

     

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    Tags:
    Dschihadisten, Priester, London, Großbritannien, Syrien