13:27 25 September 2018
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    Verbietet Russland nun auch Instagram und Youtube? Putin antwortet

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    Nach der Blockade des Kurznachrichtendienstes Telegram versichert der russische Präsident Wladimir Putin, dass Instagram und Youtube nicht das gleiche Schicksal ereilen wird.

    Ein Fragesteller wollte wissen, ob Instagram und Youtube in Russland auch gesperrt werden könnten:

    „Ich verstehe Ihre Besorgnis und die Besorgnis der Menschen, mit denen Sie im Internet arbeiten. Wir werden nichts schließen“, sagte Putin am Donnerstag während einer TV-Fragestunde mit Bürgern.

    „Ich kenne die Situation um Telegram sehr gut. Was soll ich dazu sagen? Sie haben gesagt, dass Sie besorgt sind. Aber ich mache mir meinerseits auch Sorgen um die Sicherheit der Menschen. Wenn Vertreter von Geheimdiensten sagen, dass sie nach den Explosionen in der St. Petersburger U-Bahn den Schriftverkehr von Terroristen nicht verfolgen konnten, weil er verschlüsselt war, und die Terroristen davon Gebrauch machten, wie soll ich da reagieren?“, so Putin.

    Die Sicherheitsfragen würden dem russischen Staatschef zufolge auf der Prioritätenliste stehen.

    „Gleichzeitig habe ich selbst in den Geheimdiensten gearbeitet und weiß, dass es am einfachsten ist, etwas zu verbieten. Es ist schwieriger, eine zivilisierte Lösung zu finden. Deshalb werde ich alle meine Kollegen ermutigen, diesen Weg zu gehen. Den Weg, wo die Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden moderne Mittel zur Bekämpfung von Rechtsverletzungen einsetzen und den Raum der Freiheit, darunter auch im Internet, nicht einschränken“, unterstrich der Präsident.

    In April war der Messengerdienst Telegram in Russland gesperrt worden. Der Inlandsgeheimdienst FSB hatte erklärt, die App werde von gewalttätigen Extremisten und Terroristen genutzt. Telegram hatte sich aber geweigert, dem FSB private Chats offenzulegen.

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    Tags:
    Telegramm, Verbot, YouTube, Instagram, FSB, Wladimir Putin, Russland