08:53 26 September 2018
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    Mig-31-Kampfjets mit Hyperschall-Raketen Kinschal

    Putin räumt Zweifel aus: Kampflaser und Hyperschall-„Dolch“ schon im Dienst

    © Sputnik / Grigori Sysojew
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    Der Kampflaser und der Raketenkomplex „Kinschal“ (dt. „Dolch“) stehen bereits im Dienst der russischen Armee. Dies hat der russische Präsident Wladimir Putin während des direkten Drahts am Donnerstag bestätigt.

    Beim direkten Draht mit Wladimir Putin ist eine Frage über die neuesten russischen Waffen eingegangen – und zwar, wie der Grad ihrer Bereitschaft sei.

    Der Staatschef unterstrich, dass diese Waffen bereits 2004 entwickelt worden seien – als Antwort auf den einseitigen Ausstieg der USA aus dem Vertrag über die Raketenabwehr.

    „Das luftgestützte Hyperschallsystem ‚Kinschal‘ ist eine Hyperschallrakete, die heute mit der Geschwindigkeit von 10 Mach fliegt – sie steht bereits im Dienst unserer Armee im Militärbezirk Süd“, sagte Putin während des direkten Drahts.

    „Ich habe schon darüber gesprochen. Wer zweifelt, kann es sich anschauen – wir haben speziell die Starts dieser Rakete vorgeführt“, sagte Putin über den Komplex „Kinschal“.

    In Bezug auf die neuesten Laserwaffen sagte der Präsident, dass „der Laser-Kampfkomplex bereits im Dienst ist“.

    Darüber hinaus wird laut dem Präsidenten geplant, die neueste ballistische Interkontinentalrakete „Sarmat“ im Jahr 2020 in den Dienst der russischen Streitkräfte zu stellen.

    „Im Jahr 2020 planen wir, unseren stärksten Raketenkomplex  strategischer Bedeutung in den Dienst unserer Streitkräfte zu stellen – dies ist die neue ballistische superstarke Rakete ‚Sarmat‘“, ergänzte Putin.

    Der Raketenkomplex „Avantgarde“ wird bereits produziert, 2019 wird ihn die die russische Armee bekommen, erklärte Putin während des direkten Drahts.

    „Das System ‚Avantgarde‘ ist bereits in der Serienproduktion, und im Jahr 2019 planen wir, dieses System in den Dienst der Streitkräfte (Russlands) zu stellen“, so der Staatschef.

    Hyperschall, Atomantrieb, Laser – Russland hat eine ganze Reihe absolut neuartiger strategischer Waffen in petto, die der Öffentlichkeit bis heute unbekannt waren. Das High-Tech-Arsenal, das weltweit nichts seinesgleichen kennen soll, wurde von dem Präsidenten Wladimir Putin noch während seiner Rede zur Lage der Nation persönlich vorgestellt.

    Als eine wichtige Leistung bezeichnete der Präsident damals die Entwicklung eines „hochpräzisen hyperschallschnellen luftgestützten Raketensystems“. Dieses hat laut Putin keine Pendants weltweit und die Tests waren erfolgreich. Der Codename des Waffensystems lautet Kinschal (dt. „Dolch“). Putin betonte, das als Trägersystem dienende Hochgeschwindigkeits-Luftfahrzeug sei in der Lage, die Rakete innerhalb von wenigen Minuten zum jeweiligen Abwurfspunkt zu bringen. Dann fliege die eigentliche Rakete mit zehnfacher Schallgeschwindigkeit und manövriere dabei in allen Phasen ihres Flugs. Dies ermögliche die Überwindung der gegnerischen Raketenabwehr.

    Vorführung eines hyperschallschnellen luftgestützten Raketensystems „Kinschal“ während der Jahresansprache von Russlands Präsident Wladimir Putin
    © Sputnik / Verteidigungsministerium Russlands
    Die Reichweite der neuen schweren ballistischen Interkontinentalrakete „Sarmat“ sowie die Zahl der mitgeführten Sprengsätze seien höher als beim Vorläufer Wojewoda. „Die Sarmat-Rakete soll mit einer breiten Palette nuklearer Sprengsätze von großer Sprengkraft ausgerüstet werden“, so der Präsident. Vorgesehen seien auch modernste Instrumente zur Überwindung der Raketenabwehr.

    Zuvor sagte Putin, es gebe Gründe zu behaupten, dass Russland bei der Entwicklung von Waffen auf der Grundlage neuer physikalischer Prinzipien anderen Ländern einen Schritt voraus sei. „So wurden wesentliche Ergebnisse bei der Entwicklung von Laserwaffen erzielt. Das sind nicht mehr bloß Theorien und Entwürfe – und auch nicht bloß der Produktionsbeginn“, betonte der Präsident.

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    Wojewoda, Laserwaffen, Sarmat, "Kinschal"-Raketen, russische Armee, Russische Streitkräfte, Wladimir Putin, Russland