00:48 21 Juni 2018
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    Ankunft eines Kreuzfahrtschiffes in Hafen Jalta (Archivbild)

    „Gefahr kommt aus Süden, nicht aus Osten“ – Italiens Vize-Premier zu Krim-Status

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    Italien ist laut dem Vize-Premier und Innenminister des Landes, Matteo Salvini, bereit, den Status der Krim zu erörtern. Darüber schreibt die italienische Tageszeitung „Il Giornale“.

    „Da steht der Außenminister. Ich möchte ihm nicht seine Arbeit wegnehmen.  Aber wir werden alles erörtern“, antwortete Salvini auf die Frage von Journalisten nach dem Status der Schwarzmeer-Halbinsel.

    Salvini schloss nicht aus, dass Rom ein Veto gegen die Verlängerung der europäischen Sanktionen einlegen werde, die nach dem Beitritt der Krim zur Russischen Föderation gegen Moskau verhängt worden waren. Dieses Thema soll am 23. Juni im Rat der Europäischen Union behandelt werden.

    Der Politiker brachte seine Überzeugung zum Ausdruck, dass die Hauptbedrohung für die Nato von Afrika und nicht von Russland ausgehe.

    „Insofern wir Mitglieder einer Verteidigungsallianz sind, möchte ich, dass  diese uns gegen reale Gefahren aus dem Süden und nicht gegen vermeintliche Gefahren aus dem Osten schützt“, so Salvini.

    Die Beziehungen zwischen Russland und den EU-Ländern haben sich während der politischen Krise im Jahr 2014 in der Ukraine verschlechtert. Als die Krim sich mit Russland wiedervereinigt hatte, beschuldigte der Westen Moskau der Verletzung der Völkerrechtsnormen und verhängte Sanktionen gegen Russland.

    Moskau hat Gegenmaßnahmen getroffen und Kurs auf Importersatz genommen. Die russischen Behörden betonten wiederholt, dass Russland keine Partei im innerukrainischen Konflikt und kein Subjekt der Minsker Abkommen über die Regelung im Osten der Ukraine sei.

    Wie der russische Präsident Wladimir Putin erklärte, ist die Krim-Frage „endgültig gelöst“.

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    Tags:
    Gefahren, Sanktionen, NATO, EU, Matteo Salvini, Krim, Russland, Italien