21:33 25 Juni 2018
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    Euromaidan-Unterstützer in Charkiw (Archivbild)

    Radikale wollten Janukowitsch lebendigen Leibes verbrennen – Zeuge vor Gericht

    © Sputnik / Igor Tschekatschjow
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    Der ehemalige Chef des Sicherheitsdienstes des ukrainischen Ex-Präsidenten, Wladimir Pawlenko, hat vor Gericht erklärt, dass die Radikalen im Jahr 2014 Viktor Janukowitsch lebendigen Leibes verbrennen wollten.

    Den Mord an dem ehemaligen Staatschef der Ukraine planten Pawlenko zufolge gleich zwei Gruppen, bestehend aus Vertretern der nationalistischen Partei „Swoboda“ („Freiheit“) und deren Anhängern. Im Februar 2014 sollte Janukowitsch die Stadt Charkiw besuchen, wo damals zwei Gruppen von Radikalen eingetroffen seien. 

    „Sollte das Attentat der ersten Gruppe misslingen, und es war der Einsatz von Schusswaffen geplant (…), so plante die zweite Gruppe, den Präsidenten, wenn ihn seine Bewachung herausführt, entweder zu erschießen oder ihn bei der Abfahrt mit Molotow-Cocktails zu bewerfen und lebendigen Leibes zu verbrennen“, sagte Pawlenko.

    Nach dem Eingang dieser Information sei der geplante Charkiw-Besuch damals abgesagt worden. 

    Mitte April hatte der jetzige Staatschef Petro Poroschneko per Erlass Janukowitschs Festnahme in Abwesenheit genehmigt.

    Am 4. Mai hat ein ukrainisches Gericht eine vorläufige Sitzung zum Fall des Staatsverrats durch Janukowitsch abgehalten. Dem ehemaligen Staatschef wird „Beihilfe für Vertreter der russischen Regierung mit dem Ziel der Änderung der ukrainischen Grenzen“ vorgeworfen, ebenso eine Verletzung der Verfassung und Kriegsanstiftung.

    Janukowitsch, der von 2010 bis 2014 das Präsidentenamt in der Ukraine bekleidet hatte, verließ nach dem gewaltsamen Machtwechsel infolge der Euro-Maidan-Aktivitäten in Kiew und anderen Städten sein Land. In der Ukraine wurden gegen ihn mehrere Strafverfahren eingeleitet und sein Vermögen eingefroren.

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    Tags:
    Molotow-Cocktails, Verfahren, Mord, Besuch, Gericht, Radikale, Attentat, Viktor Janukowitsch, Charkiw, Ukraine
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