06:08 20 Oktober 2018
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    US-Waffen (Symbolfoto)

    Syrien: So gelangen US-Waffen an Terroristen – Russlands Verteidigungsministerium

    © REUTERS / Jim Young
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    Die meisten Waffen, die von den USA an die Opposition in Syrien geliefert werden, sind in die Hände von Kämpfern der Terrorgruppierungen „Dschabhat an-Nusra“ und IS* gelangt, die wie Washington den Sturz der legitimen Regierung Syriens angestrebt haben. Dies sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow.

    Russlands Verteidigungsministerium hat die jüngsten Aussagen von Pentagon-Chef James Mattis kommentiert, wonach der syrische Staatschef Baschar al-Assad mit Unterstützung des Iran und Russlands angeblich „die syrische Bevölkerung zur Katastrophe“ geführt habe. Und die kurdischen Formierungen SDF (Demokratische Kräfte Syriens – Anm. d. Red.) seien die einzige Organisation, die den IS („Islamischer Staat“; auch Daesh) im harten Kampf habe besiegen können.

    „Diese ganze Zeit konzentrierte sich Washington auf die Finanzierung und direkte Waffenlieferungen im Wert von Millionen US-Dollar an eine ausgedachte ,syrische Oppositionʻ. Aber die meisten Waffen und Munition sind in die Hände der Kämpfer der syrischen al-Qaida-Filiale ,Dschabhat an-Nusraʻ und den ,ISʻ gelangt, deren Ziel es entsprechend der Politik Washingtons war, die legitime Regierung Syriens zu stürzen“, so Konaschenkow.

    Was die aktuelle Situation angehe, „empfehlen wir dem Pentagon-Chef die Karte mit der Lage in diesem Land zu studieren. Alle übrig gebliebenen Brennpunkte des Widerstandes der IS-Terroristen in Syrien befinden sich nur in den Bezirken, die von den USA kontrolliert werden.“

    Er betonte dabei, dass derzeit in den von der syrischen Regierung kontrollierten Provinzen das friedliche Leben wiederhergestellt wird: Die Minenräumung laufe weiter, Betriebe, Märkte, Schulen und Kindergärten seien wieder offen. Darüber hinaus würden humanitäre Hilfe und Lebensmittel geliefert, „wo es nicht einmal ein Stück Verpackung gibt, das aus dem US-Haushalt bezahlt worden wäre“.

    „Die reale ,Katastrophe für die syrische Bevölkerungʻ wird von der Uno und Menschenrechtlern gerade im von den US-Truppen okkupierten Bezirk al-Tanf und im illegal von den USA kontrollierten Rakka fixiert“, erläuterte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums. Er unterstrich, dass dies im jüngsten Bericht von „Amnesty International“ bewiesen worden sei.

    US-Soldaten (Symbolbild)
    © AP Photo / Tech. Sgt. Gregory Brook, U.S. Air Force
    Konaschenkow sagte dabei, dass sich Russlands Verteidigungsministerium erstaunt über „Wortmanipulationen des amtierenden Pentagon-Chefs James Mattis in Bezug auf das Geschehene in Syrien“ zeige. Er erinnerte Mattis daran, dass „die Bildung und die weitere Entwicklung der IS-Organisation im Irak eine direkte und von niemandem in Frage gestellte Folge der Invasion von US-Truppen“ unter dem Vorwand des Besitzes von Chemiewaffen seitens des irakischen Anführers Saddam Hussein sei.

    „Die weitere Expansion der IS-Gruppierung nach Syrien wurde möglich dank der verbrecherischen Untätigkeit der USA und der sogenannten ,internationalen Koalitonʻ, dank der die IS-Kämpfer schnell die Kontrolle über wichtige ölhaltige Bezirke des Ostens Syriens sowie den ständigen Zufluss von Finanzmitteln durch die illegale Umsetzung von Ölprodukten bekommen haben“, sagte Konaschenkow abschließend.

    *Islamischer Staat (IS, auch Daesh) — eine in Russland verbotene Terrorvereinigung

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    Tags:
    Finanzen, Öl, Invasion, Sturz, Terroristen, Opposition, Waffen, Uno, Demokratische Kräfte Syriens (SDF), Al-Nusra-Front, Al-Qaida, Terrormiliz Daesh, Saddam Hussein, Baschar al-Assad, James Mattis, Igor Konaschenkow, Rakka, al-Tanf, Iran, Russland, Irak, Syrien, USA