13:57 19 August 2018
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    Darum wurde Russland Rückkehr zu G7 vorgeschlagen

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    Politik
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    Westliche Politiker werfen immer wieder das Thema der Wiederaufnahme Russlands in die G7 auf, um für sich selbst zu werben. Diese Auffassung vertrat der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow am Samstag.

    „Ich denke nicht, dass dieses Thema in kurzer oder mittelfristiger Sicht noch aktuell wird“, so Rjabkow.  

    Ihm zufolge taucht dieses Thema ab und zu ohne irgendwelche Anlässe seitens Russlands auf. Und Politiker jeglicher Art heizen es künstlich an.  

    „Ich denke, dass dies zum Teil im Interesse getan wird, für sich selbst zu werben und zusätzliche Aufmerksamkeit auf das G7-Format an und für sich zu lenken, das offensichtlich aus politischer und wirtschaftlicher Hinsicht an Schwung verliert“, fügte der Diplomat hinzu.

    Am Freitag hatte die Agentur Bloomberg Trumps Aussagen zitiert, wonach Russland erneut der G8 beitreten sollte. Trump hat nach Angaben der Agentur Reuters gesagt, Russland sollte beim G7-Treffen präsent sein. Inzwischen hat der Kreml Trumps Vorstoß kommentiert. „Wir setzen auf andere Formate“, sagte der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow auf eine Anfrage hin.

    Zuvor hatte Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht gegenüber dem „Deutschlandfunk“ gesagt, Russland solle wieder an den Kreis der G8 herangeführt werden.

    Die sieben führenden Industrienationen (USA, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Kanada, Japan und Italien) hatten 2014 vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise ihre Teilnahme am Gipfel mit Russland (G8) in Sotschi abgesagt. Stattdessen trafen sich die G7-Spitzenpolitiker ohne Russland in Brüssel. Damit war die Gruppe der Acht (G8) zur Gruppe der Sieben (G7) geschrumpft.

     

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    Tags:
    G8, G7, Deutschlandfunk, Sahra Wagenknecht, Dmitri Peskow, Donald Trump, Sergej Rjabkow, Italien, Japan, Kanada, Frankreich, Deutschland, USA, Russland
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