02:46 25 Juni 2018
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    Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-unShinzo Abe, Japans Premierminister

    Weiteres Treffen von Kim Jong-un in Sicht – diesmal in Russland

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    Der japanische Premier Shinzo Abe wird sich voraussichtlich zum ersten Mal persönlich mit dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un in Russland treffen, schreibt die japanische Zeitung „The Mainichi“ am Samstag.

    Das Treffen könne am Rande des Östlichen Wirtschaftsforums in Wladiwostok im September dieses Jahres stattfinden, so die Zeitung. Ihr zufolge sind Einladungen an Abe und Kim geschickt worden. Allerdings sei noch nicht bekannt, ob die Einladungen angenommen würden.

    Laut Insiderquellen in der japanischen Regierung wolle Tokio informelle Verhandlungen mit Pjöngjang aufnehmen, damit ein weiteres Treffen eingerichtet werden könne. Erste Kontakte könnten während des Gipfeltreffens des nordkoreanischen Staatschefs mit US-Präsident Donald Trump am 12. Juni in Singapur stattfinden. Zu diesem Zweck soll Abes Sicherheitsberater Shotaro Yachi nach Singapur geschickt werden.

    Tokio rechnet ferner damit, am 14.-15. Juni Verhandlungen während der Konferenz „Ulan-Bator-Dialog“ in der Mongolei zu führen. Geplant sei auch, im August in Singapur Kontakte aufzunehmen und ein Außenministertreffen abzuhalten. 
    Japan hatte bereits früher die südkoreanischen Behörden gebeten, bei der Veranstaltung eines Gipfeltreffens mit dem nordkoreanischen Staatschef zu helfen.

    Tokio ist überzeugt, dass die Geheimdienste Nordkoreas seit den 1970er Jahren 17 Japaner entführt hätten. Pjöngjang hatte zuvor ein dahingehendes Geständnis in Bezug auf 13 japanische Bürger abgelegt. Fünf von ihnen sollen Anfang der 2000er Jahre heimgekehrt sein. Die anderen seien nach Angaben der nordkoreanischen Behörden gestorben. Wie Tokio vermutet, könnte Nordkorea nicht die ganze Wahrheit über das Schicksal der restlichen acht Japaner eröffnet haben, die womöglich noch am Leben seien.

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    Tags:
    Treffen, Kontakte, Östliches Wirtschaftsforum, Kim Jong-un, Shinzo Abe, Singapur, Mongolei, Japan, Nordkorea, Russland