05:14 16 Oktober 2018
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    Ukrainische Militärs im Gebiet Donezk (Archivbild)

    Politiker: Zuspitzung im Donbass bedeutet Kiews Vorbereitung auf Blitzangriff

    © REUTERS / Oleksandr Klymenko
    Politik
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    Der Leiter des Internationalen Rates russischer Landsleute, Wadim Kolesnitschenko, hat am Samstag in einem Interview mit Sputnik zur jüngsten Erklärung des Außenministeriums über eine Zuspitzung der Situation im Donbass Stellung genommen.

    „Bedauerlicherweise spitzt sich die Situation im Donbass zu und wird sich weiter zuspitzen. Dies findet seinen Niederschlag in ständigen Angriffen der ukrainischen Streitkräfte mit verbotenen Waffentypen gegen die selbsterklärten Volksrepubliken Lugansk und Donezk sowie darin, dass die sogenannten grauen Zonen, wo es keine Streitkräfte geben soll, durch Vertreter der ukrainischen Armee besetzt sind“, so Kolesnitschenko.

    Zudem bezeichnete er diese Tatsache als Vorbereitung auf einen blitzschnellen Schlag gegen die Republiken.  

    „Sowohl die Bewohner der selbsterklärten Volksrepubliken Lugansk und Donezk als auch internationale Beobachter sind natürlich darüber besorgt. Dabei begreifen wir, dass die Völkergemeinschaft, vertreten durch Europäer, diese Tatsache nur konstatiert, ohne dabei gegen die Verletzter etwas zu unternehmen.“

    Unter anderem äußerte der Experte sein Bedauern darüber, dass es „die Ukraine als Spannungsherd unweit von Russland“ gebe und geben werde.

    „Der Präsident Petro Poroschenko benötigt  zurzeit die Zuspitzung der Situation. Der Wahlkampf zum Parlament sowie die Vorbereitung auf die Präsidentschaftswahl stehen bevor. Und ohne eine konkrete Feindgestalt wird es zweifellos unmöglich sein, die Wahlen zu gewinnen und an der Macht zu bleiben“, sagte Kolesnitschenko abschließend.

    Wie es in einem Kommentar des Pressedienstes des russischen Außenministeriums in Bezug auf die Teilnahme des Leiters der Behörde, Sergej Lawrow, an einem Ministertreffen im Normandie-Format am 11. November heißt, spitzt sich die Lage im Donbass erneut zu. 

    „Heute spitzt sich die Lage erneut zu … Die ukrainischen Streitkräfte verletzen grob die Vereinbarungen über die Entflechtung der Kräfte und Mittel der Konfliktparteien. Nachdem den ukrainischen Sicherheitskräften dieser Prozess in der Ortschaft Luganskaja nicht gelungen war, festigen sie ihre Stellungen nun in den Ortschaften Solotoje und Petrowskoje, woraus sie und die Volkswehr des Donbass im Herbst 2016 ihre Truppen und Technik abgezogen hatten“, heißt es.

    „Je näher die Stellungen der Konfliktparteien zueinander sind, desto höher wird die Gefahr für Zusammenstöße“, so das Ministerium. 

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    Tags:
    Petro Poroschenko, Sergej Lawrow, Wadim Kolesnitschenko, Donbass, Ukraine, Russland