03:11 10 Dezember 2018
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    Russischer Präsident Wladimir Putin beim Gipfel in China, 10. Juni 2018

    „Kreatives Gelaber“: Putin zu G7-Kritik im Fall Skripal

    © Sputnik / Michail Klimentjew
    Politik
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    Beim G7-Gipfel in Kanada ist zu den Ermittlungen der Skripal-Vergiftung nichts Neues gesagt worden. Dies ließ der russische Präsident Wladimir Putin am Sonntag während eines Pressebriefings in China wissen.

    Er wies die Kritik der G7 an Russland als „kreatives Gelaber“ zurück und forderte eine reale Kooperation.

    „Was die destabilisierenden Handlungen sowie einige andere Ereignisse anbelangt, haben alle (beim G7-Gipfel – Anm. d. Red.) in Bezug auf das Ereignis in Salisbury Solidarität mit London gezeigt. Wieder wurde nichts Konkretes gesagt. Nach wie vor wird davon gesprochen, dass dieses Ereignis mit hoher Wahrscheinlichkeit passiert ist. Solidarität entsteht in diesem Zusammenhang auf einem sehr unruhigen Boden. Ich denke, wir müssen all dieses kreative Gelaber beenden und zu konkreten Fragen übergehen, die mit der realen Kooperation verbunden sind“, erklärte Putin beim China-Besuch.

    >>>Mehr zum Thema: Putin: Russland hat G8 nie verlassen

    Mit diesen Worten antwortete der russische Präsident auf die Frage eines Journalisten über die Pressemitteilung der G7. Darin hätten die Staatschefs des Bundes Russland aufgefordert, sein „destabilisierendes Verhalten zu beenden“. Die „Gruppe der Sieben“ habe auch die Ansicht Großbritanniens unterstützt, der zufolge Moskau hinter der Vergiftung der Skripals in Salisbury stehe.

    Der Ex-Oberst des russischen Militärgeheimdienstes GRU Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren Anfang März auf einer Parkbank im südenglischen Salisbury bewusstlos aufgefunden worden. Die britische Seite macht Russland für die Attacke mit dem als Nowitschok bekannten chemischen Kampfstoff A234 verantwortlich. Moskau weist jegliche Anschuldigungen vehement zurück.

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    Tags:
    Fall Skripal, G7, Sergej Skripal, Wladimir Putin, Großbritannien, Russland, China