23:57 15 Oktober 2018
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    Die vernichtete Militärtechnik der ukrainischen Armee in Donbass (Archivbild)

    SBU-Generalmajor gesteht: Auch „graue Zone“ der Ukraine schaut nach Russland

    © Sputnik / Walerij Melnikow
    Politik
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    Der Generalmajor des ukrainischen Geheimdienstes SBU, Wassili Wowk, hat gegenüber dem Online-Portal „Obosrewatel“ offenbart, wann Kiew die Kontrolle über die Krim und den Donbass zurückzugewinnen gedenkt.

    „Heute zeigen die objektive Realität und die operative Lage, dass wir in naher Zukunft keine Möglichkeit sehen, unsere Territorien zu befreien. Die nahe Zukunft ist in fünf, zehn, fünfzehn Jahren“, sagte Wowk.

    Er merkte dabei an, etwa 80 Prozent der Donbass-Bewohner würden gegen die Rückkehr der Region in die Ukraine auftreten. „Ich könnte sagen, dass sie alle Patrioten sind und dass sie unterdrückt werden, aber sie haben fast alle russische Pässe erhalten“, betonte Wowk.

    „Man muss die Wahrheit sagen und nicht die Menschen mit Aussagen, dass ‚der ganze Donbass zu 99 Prozent bereit ist, morgen in die Ukraine zurückzukehren‘, zum Lachen bringen. Wir kennen doch die wirkliche Lage: Sogar die unbesetzten Territorien, die sich in einer ‚grauen Zone‘ und weiter weg befinden, schauen mehr nach Russland“, fügte der Generalmajor hinzu.

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    Auf der Krim „hasst man die Ukraine“, so Wowk weiter. Man behalte nur dort die ukrainischen Pässe, „um in die Ukraine zu kommen, einen Reisepass zu erhalten und ohne Visum ins Ausland zu fahren“.

    Die Krim war nach dem Referendum im März 2014 eine russische Region geworden, wobei 96,77 Prozent der Wähler der Republik Krim und 95,6 Prozent der Einwohner von Sewastopol dafür gestimmt hatten. Die Behörden der Krim hatten das Referendum nach dem Staatsstreich in der Ukraine im Februar 2014 durchgeführt. Die russische Staatsführung hatte mehrmals erklärt, dass die Einwohner der Krim demokratisch und in voller Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und der UN-Charta für die Wiedervereinigung mit Russland gestimmt hätten. Laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ist die Krim-Frage „endgültig gelöst“.

    Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk (Donbass) geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich vom Februar in Kiew nicht anerkannt und zuerst mehr Selbständigkeit gefordert und dann unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Nach jüngsten UN-Angaben sind bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und den örtlichen Bürgermilizen bislang rund 10.000 Menschen ums Leben gekommen.

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    Kontrolle, Wassili Wowk, Russland, Krim, Donbass, Ukraine