13:54 18 Juni 2018
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    Donald Trump bei der Pressekonferenz in Singapur, der 12. Juni 2018

    Trump gibt nach dem historischen Treffen mit Kim Jong Un Presseerklärung ab – VIDEO

    © REUTERS / Jonathan Ernst
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    Der US-Präsident Donald Trump ist nach der Zusammenkunft mit dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un am Dienstag in Singapur vor die Presse getreten und hat Details der Zusammenkunft preisgegeben.

    Dem Präsidenten zufolge hoffen die USA, dass Südkorea und China sich an den Gesprächen über den Friedensvertrag mit Nordkorea beteiligen werden.

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    „Ich möchte, dass sie teilnehmen. Es ist mir egal, ob das juristisch richtig ist oder nicht. Ich denke aber, dass es gut wäre, wenn China und natürlich auch Südkorea mitwirken würden“.

    Treffen des Nordkoreas Chefs Kim Jong Un (l.) und US-Präsidenten Donald Trump in Singapur
    © REUTERS / Kevin Lim/The Straits Times
    Trump glaube zwar den nordkoreanischen Intentionen, die Verpflichtungen zu erfüllen, „sonst würde ich mich damit nicht beschäftigen“. Jedoch beabsichtige Washington nicht, die Anzahl seiner Militärs auf der koreanischen Halbinsel zu verringern. „Nein, wir reduzieren nichts“, betonte der Präsident.

    Er enthüllte einige Punkte der Verhandlungen, die wegen Zeitmangels nicht in die abschließende Erklärung aufgenommen worden seien.

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    „Der Vorsitzende Kim Jong Un hat mir gesagt, dass Nordkorea die wichtigsten Testgelände für Raketenantriebe vernichten würde. Das gibt es in dem heute signierten Dokument nicht. Diese Vereinbarung haben wir erst nach der Unterzeichnung getroffen“.

    Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un (2. v. r.) begutachtet eine Atombombe
    © AP Photo / Korea News Service via AP
    Wichtig sei, dass die Prüffelder und die getesteten Raketen „sehr bald zerstört werden“. Trump verneinte, Kim gedroht zu haben. Gleichzeitig räumte er ein, die USA hätten „rund 300 neue Sanktionen gegen Nordkorea in petto“. Washington würde die Sanktionen gegen Pjöngjang nur dann aufheben, wenn die Atomwaffen-Frage von der Tagesordnung gestrichen sei.

    Die weitere Entwicklung der Wirtschaft Nordkoreas werde das Land selbst entscheiden. „Das Volk muss entscheiden, was es will“. Früher hatte er die Idee gelobt, die zum Markenzeichen der USA gewordene Fast Food-Kette McDonald's auf den nordkoreanischen Markt zu bringen.

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    Trump gab bei der Pressekonferenz zu, dass alle Bemühungen scheitern könnten. Er versprach, in diesem Fall die Fehlbarkeit seiner Herangehensweise zur koreanischen Regelung anzuerkennen.

    „Ich werde sagen: ‚Das war falsch von mir‘. Das ist natürlich schwer vorstellbar, aber ich werde mir etwas ausdenken. Ich werde eine Methode finden, um meinen Fehler zu gestehen“, schloss das US-Staatsoberhaupt lachend.

    Das Treffen zwischen Donald Trump und Kim Jong Un war im Hotel „Capella“ auf der Singapurer Insel Sentosa abgehalten worden. Nach der Zusammenkunft unterzeichneten die beiden Seiten ein Dokument. Demzufolge sagte Washington Pjöngjang Sicherheitsgarantien zu. Die nordkoreanische Staatsführung bekannte sich seinerseits zu einer vollständigen Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel. Auf der Agenda des ersten Gipfels in der Geschichte der beiden Länder stand unter anderem die Normalisierung der Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea.

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    Tags:
    Gipfeltreffen, Nuklearmacht, bilaterale Kontakte, Denuklearisierung, Kernwaffen, Beziehungen, Atomwaffen, Sicherheit, Kim Jong-un, Donald Trump, Kim Jong Un, Singapur, Nordkorea, USA
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