11:02 20 August 2018
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    Ein Protester gegen die Umbenennung Mazedoniens zeigt den Slogan Unser Name ist Mazedonien bei einer Kundgebung in Skopje

    „Kriegsvereinbarung“: Griechischer Politiker kritisiert Mazedoniens Umbenennung

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    Das griechisch-mazedonische Abkommen über die Änderung des Verfassungsnamens der ehemaligen jugoslawischen Republik kommt einer „Kriegsvereinbarung“ gleich. Dies erklärte Griechenlands Ex-Energieminister und Vorsitzende der Partei „Volkseinheit“ Panagiotis Lafazanis gegenüber Sputnik.

    „Wir hätten schon längst das Problem mit dem Namen lösen müssen. Jedoch ist das Abkommen zwischen Tsipras und Zaev (Ministerpräsidenten Griechenlands und Mazedoniens – Anm. d. Red.) eine Kriegsvereinbarung. Es wird nur für den Nato-Beitritt Skopjes benötigt. Wir brauchen doch ein Abkommen über Frieden, Sicherheit und Zusammenarbeit“, so Lafazanis.

    Zuvor hatten sich der griechische Ministerpräsident, Alexis Tsipras, und sein mazedonischer Amtskollege, Zoran Zaev, bezüglich des Namens der ehemaligen jugoslawischen Republik auf einen Kompromiss geeinigt.

    Zaev verkündete am Dienstag auf einer Pressekonferenz, die ehemalige jugoslawische Republik werde „Republik Nord Mazedonien“ heißen.

    Griechenland tritt im Namen seines nördlichen Nachbarlandes gegen das Wort „Mazedonien“ auf, damit dieses nicht mit der gleichnamigen nordgriechischen Region verwechselt wird. Athen wirft Skopje vor, eine Politik des Irredentismus zu betreiben – es werde versucht, mit derselben Ethnie besiedelte Gebiete in einen Staat mit festen Territorialgrenzen zusammenzuführen.

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    Tags:
    Umbenennung, Volkseinheit-Partei, NATO, Alexis Tsipras, Zoran Zaev, Panagiotis Lafazanis, Mazedonien, Griechenland
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