12:42 21 Juni 2018
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    Fußball WM in Russland 2018

    Sex mit ausländischen Männern bei WM? Kreml überlässt Entscheidung russischen Frauen

    © REUTERS / Carl Recine
    Politik
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    Russische Frauen sollen selbst über die Form des Zusammenwirkens mit ausländischen Fans bei der WM 2018 entscheiden. So kommentierte Kremlsprecher Dmitri Peskow die umstrittene Aussage einer russischen Abgeordneten, die zuvor Russinnen vor Sex mit Ausländern im Zuge des Turniers gewarnt hatte.

    „Was unsere russischen Frauen angeht, so werden sie wohl selbst mit all diesen Fragen klarkommen. Das sind die besten Frauen der Welt“, sagte Peskow gegenüber Journalisten am Donnerstag.

    Er erinnerte zudem an die Unterschrift auf dem Fan-Ausweis, die lautet: „Sag nein zu Rassismus“. Dieser Satz sei für die Atmosphäre der WM in Russland bezeichnend.

    Die Vorsitzende des Familienausschusses der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus), Tamara Pletnjowa, hatte zuvor in einem Interview russischen Frauen vor Sexualkontakten mit ausländischen Fans abgeraten. Derartige Kontakte führen laut der Politikerin zu einer großen Zahl alleinerziehender Mütter, da die Väter nach der WM nach Hause fahren würden.

    Pletnjowa erinnerte an die Olympischen Spiele 1980 in Moskau: Nach dem wichtigsten Sportereignis habe es viele alleinerziehende Mütter gegeben. Ihre Kinder hätten sehr gelitten, besonders wenn die Väter Vertreter einer anderen Rasse gewesen seien. „Wir müssen unsere eigenen zur Welt bringen“, so die Abgeordnete: „Ich bin keine Nationalistin, aber immerhin“, fügte sie hinzu.

    Diese Worte sorgten erwartungsgemäß für viel Aufsehen in den Medien, besonders in den ausländischen. Mehrere britische Zeitungen griffen das Thema auf. Auch in den deutschen Medien wurden Pletnjowas Worte diskutiert. In Russland haben viele Menschen die Aussage der Abgeordneten ebenfalls als rassistisch verurteilt.

    Tags:
    Sex, Rassismus, Ausländer, Frauen, Dmitri Peskow, Russland
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