06:27 25 Juni 2018
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    Fackelzug von Nationalisten in Kiew

    Ukraine: Pogrome gegen Roma … staatlich finanziert - Medien

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    Die ukrainische Regierung hat laut dem US-Investor George Soros nahe stehenden Web-Ressourcen eine halbe Million Griwna (mehr als 16.000 Euro) für die rechtsradikale Gruppierung S-14 bereitgestellt. Letztere hatte vor kurzem ein Roma-Lager in Kiew vernichtet und droht jetzt, die am Wochenende geplante Schwulenparade auseinanderzujagen.

    Wie die ukrainische Mediengesellschaft „Gromadske Telebatschennja“ am Mittwoch unter Berufung auf Unterlagen des Ministeriums für Jugend und Sport mitgeteilt hatte, habe diese Behörde fast 1.300.000 Griwna (42.000 Euro) Fördermittel für zwei ultrarechte Organisationen – die Partei „Swoboda“ und die Gruppierung S-14 – bereitgestellt.

    Die erste Tranche in Höhe von 700.000 Griwna (rund 23.000 Euro) soll die unter der Schirmherrschaft der „Swoboda“ stehende Organisation „Golosiiwska kriiwka“ erhalten. Diese Wohltätigkeitsorganisation sammelt Spenden für die ärztliche Behandlung von verletzten Teilnehmern der so genannten Anti-Terror-Operation im Donbass.

    Weitere 440.000 Griwna (mehr als 14.000 Euro) sollen an die S-14 überwiesen werden, die die Einrichtung eines „patriotischen“ Kinderlagers und die Gründung einer Tochterabteilung, „Obrasowatelnaja assambleja“, (Bildungsversammlung) planen soll.

    Die S-14-Organisation ist mit dem ukrainischen Inlandsgeheimdienst SBU und anderen Sicherheitsbehörden eng liiert und durch gewaltsame Übergriffe aus ethnischen und politischen Gründen bekannt. Die S-14-Mitglieder versuchten unter anderem, einen Blockadering um das Kiewer Höhlenkloster (des Moskauer Patriarchats) zu errichten, und überfielen Journalisten, darunter den Chefradakteur des Portals Strana.ru, Igor Guschwa.

    „Aktivisten“ der S-14-Bewegung haben in diesem Jahr in Kiew das Denkmal für Armeegeneral Nikolai Watutin, unter dessen Kommando 1943 die ukrainische Hauptstadt von den Nazi-Truppen befreit worden war, geschändet.

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    Tags:
    Übergriffe, Swoboda-Partei, Ukraine