04:58 24 Oktober 2018
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    EU-Flaggen im EU-Viertel in Brüssel

    Kein Englisch mehr: Macron erwägt Wechsel der EU-Amtssprache

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    Politik
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    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach Angaben der Zeitung The Wall Street Journal vor, für die französische Sprache den Status als EU-Amtssprache zurückzuholen. Denn wegen des Brexit verliert Englisch als Amtssprache in der EU an Bedeutung.

    Wie es heißt, sei diese Initiative darauf zurückzuführen, dass mit dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union Englisch seinen Status als Amtssprache der Staatengemeinschaft verlieren werde.

    Zudem soll Macron dazu aufgefordert haben, zu dem Verfahren vom Jahr 1973 zurückzukehren, als die französische Sprache als Hauptsprache im Urkundenverkehr genutzt wurde.

    „Vermutlich war Englisch in Brüssel noch nie so präsent wie heute – und das zu einer Zeit, in der wir vom Brexit sprechen. Das ist aber nicht unabwendbar“, zitiert das Blatt Macron.

    Wie das Blatt schreibt, soll der EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker Macrons Position zugestimmt haben.

    Zurzeit gilt die englische Sprache für 12,8 Prozent der EU-Bewohner als Amtssprache. Nach dem Brexit würde sie aber für lediglich zwei Länder – Irland und Malta – als zweite Amtssprache bleiben. In diesen Ländern leben nur 1,2 Prozent der gesamten EU-Bevölkerung.

    Das Brexit-Referendum hatte am 23. Juni 2016 stattgefunden. Das exakte Austrittsdatum Großbritanniens aus der EU ist für den 29. März 2019 anberaumt.

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    Tags:
    Amtssprache, Französisch, Englisch, The Wall Street Journal, Emmanuel Macron, Jean-Claude Juncker, Großbritannien, Frankreich