10:09 21 Oktober 2018
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    Ein deutscher Militärfriedhof in Russland (Archivbild)

    Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge: Falsche Angaben von Krim – wir zahlen!

    © Sputnik / Walerij Melnikow
    Politik
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    Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. hat auf telefonische Nachfrage von Sputnik erläutert, dass er die Finanzierung der Kriegsgräberstätte Sewastopol-Gontscharnoje entgegen einer anderslautenden Behauptung von der Krim nicht eingestellt hat.

    In unserem Beitrag vom 12. Juni „Deutsche Kriegsgefallene auf Krim auch unter Sanktionen der Bundesrepublik“ haben wir berichtet, dass ein Vertreter des Staatsrats der Republik Krim darauf verwiesen hat, dass der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. mit dem Beitritt der Krim zu Russland die Zahlungen für die Pflege der Deutschen Kriegsgräberstätte Sewastopol-Gontscharnoje völlig eingestellt hat. Auch könnten die Überreste von 60 gefallenen deutschen Soldaten nicht beigesetzt werden, da es diesbezüglich keine Abstimmung getroffen werden könne. 

    Hierzu sagte Herr Wiedemann von der Kriegsgräberfürsorge: Früher seien die Gelder für die Pflege des Friedhofes an Kiew überwiesen worden, unter den neuen Gegebenheiten erfolge dies aber über Moskau. Es gebe einen Vertrag mit einer Firma auf der Krim, die die Instandhaltung  übernommen hat, und es werde auch eine Person bezahlt, die in der Sommersaison Führungen vor Ort für die zunehmende Zahl der hauptsächlich russischen Touristen auf der Krim durchführe.

    Was die Beisetzung der Gebeine von Gefallenen betreffe, so werde, wenn eine größere Zahl gefunden sei, eine Gruppe von Spezialisten vor Ort geschickt, um soweit möglich einen Identifizierung vorzunehmen und eventuell vorhandene Erkennungsmarken auszuwerten. Danach erst könne die Bestattung erfolgen. In Bezug auf die erwähnten Überreste sei das für den Herbst geplant.

    Bei einer telefonischen Rückfrage bei Herrn Gempel im Staatsrat der Republik Krim sagte dieser gegenüber Sputnik, er habe sich am 7. Juni vielleicht nicht ganz korrekt ausgedrückt, nach dem Beitritt zur Krim sei die Finanzierung für einige Zeit unterbrochen gewesen, jetzt werde ein kleiner finanzieller Beitrag von deutscher Seite geleistet. Bezüglich der Beisetzung würde man auf eine entsprechende Kontaktaufnahme warten.

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    Tags:
    Finanzierung, Friedhof, Opfer, Sanktionen, Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V, Wehrmacht, Juri Gempel, Sewastopol-Gontscharnoje, Drittes Reich, Sewastopol, Krim, Deutschland, Russland