20:33 22 Juli 2018
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    Russlands Politik gibt Hoffnung: Kein Ende der Geschichte - Experte

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    Die Versuche des Westens, die Politik Russlands zu verändern, sind dem russischen Außenminister Sergej Lawrow zufolge aussichtslos. Moskau werde seine Souveränität verteidigen und strebe nach keiner Konfrontation, sagte Lawrow bei einem Treffen mit Vertretern russischer nichtkommerzieller Organisationen.

    „In der Welt läuft der Prozess der Herausbildung eines neuen, demokratischeren und gerechteren polyzentrischen Systems der Weltordnung. Und diejenigen, die jahrhundertelang Vorgänge auf unserem Planeten gesteuert, Regeln für sich selbst und für andere festgelegt und deren Einhaltung gefordert hatten und diesen Regeln selbst nicht immer gefolgt waren, lehnen sich nun selbstverständlich dagegen auf“, so Lawrow.

    Die westlichen Länder mit den USA an der Spitze würden nach beliebigen Vorwänden suchen, um die Prozesse der Herausbildung einer Multipolarität zu bremsen und „die eigene vorherrschende Position zu verteidigen“, sagte der Minister. Russland würden „alle Todsünden angelastet, und es wird weiterhin von uns verlangt, den außenpolitischen Kurs und das Verhalten zu verändern“. 
    „Alle unsere Bitten (…), konkrete Fakten anzuführen, damit man sich hinsetzen und Einschätzungen austauschen, unsere Herangehensweisen vergleichen und nach gegenseitig akzeptablen Lösungen suchen kann, werden wie folgt beantwortet: ‚Wir führen keinerlei Fakten an, weil Ihr selber alles wisst‘“, so Lawrow.

    Derartige Versuche, die Politik Russlands zu beeinflussen, seien aussichtslos, betonte der Minister. „Unser Land ist in jeder beliebigen Situation und bei jeder beliebigen Entwicklung imstande, seine Souveränität zu verteidigen und die Sicherheit seiner Bürger zu gewährleisten. Dabei werden wir niemals nach einer Konfrontation suchen, niemandem drohen und niemals unsere Auffassungen zu dem einen oder anderen Problem jemandem aufzwingen, wie das unsere Visavis im Westen tun. Wir mischen uns nie in die Angelegenheiten anderer ein, während dies für unsere westlichen Kollegen beinahe zur Norm geworden ist“, fügte Lawrow hinzu.

    Wie der Experte des Zentrums für politische Analyse, Andrej Tichonow, gegenüber Radio Sputnik sagte, hat sich Russland seit langem als ein selbstständiger Akteur in der internationalen Arena gezeigt.

    „Es gibt keinerlei Gründe dafür, dass Russland jemandem zuliebe seine eigene Position verändert. Wir sind ein souveränes Land, und es kann keine Rede von einer Rückkehr in die Epoche der 90er Jahre sein, als andere Staaten unsere Position beeinflusst hatten. Die Erklärung von Sergej Lawrow ist durchaus begründet. Die USA und ihre Satelliten in Europa sind es gewohnt, allen Völkern der Welt ihren Willen zu diktieren. Und Russland hat es lange abgelehnt, dieser so genannten fortgeschrittenen Menschheit nachzuhinken, die die Menschen in Wirklichkeit in eine Sackgasse führt“, so der Experte.

    „Russland genießt Unterstützung durch alle Völker der Welt, die die festgefahrene Hegemonie der USA satt haben. Die unabhängige Politik Russlands und unserer Verbündeten wie China gibt der Menschheit die Hoffnung darauf, dass es kein ‚Ende der Geschichte‘ geben und die Menschheit sich entwickeln wird und wir zu einer gerechteren Weltordnung kommen werden“, so der Politologe.

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    Tags:
    Weltordnung, Sergej Lawrow, Westen, USA, Russland
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