00:30 19 Juli 2018
SNA Radio
    G7-Gipfel in Charlevoix (v.l.n.r.): Premierminister Italiens Giuseppe Conte, US-Präsident Donald Trump und Präsident der EU-Kommission Jean-Claude Juncker

    Trump über Juncker bei G7-Gipfel: „Ein grausamer Mörder“ – Zeitung

    © REUTERS / Leah Millis
    Politik
    Zum Kurzlink
    192305

    US-Präsident Donald Trump hat beim G7-Gipfel in Kanada laut der Zeitung „The Wall Street Journal“ (WSJ) die Verbündeten der Vereinigten Staaten mit seinem scharfen Ton entsetzt.

    So soll er den EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker als „grausamen Mörder“ bezeichnet haben. Grund waren demnach die europäischen Zölle auf eine Reihe von US-Waren und die Ablehnung von bilateralen Handelsabkommen durch Berlin und Paris.

    Das berühmte Bild vom G7-Treffen
    © AP Photo / Jesco Denzel/German Federal Government
    Dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron soll Trump erklärt haben, alle Terroristen seien in Paris. „Sie sollen das wissen, Emmanuel, weil sich alle Terroristen in Paris befinden“, wird Trump von WSJ zitiert.

    Auch dem japanischen Premierminister Shinzo Abe sei Trumps Schelte nicht erspart geblieben. Bei der Besprechung der Migrationskrise soll der US-Staatschef gesagt haben, dass dies für Tokio kein akutes Problem sei. „Doch ich kann Ihnen 25 Millionen Mexikaner schicken, und Sie sind sehr bald Ihren Job los“, so Trump gegenüber Abe.

    Mehr zum Thema >>> Trump: „Obama hat Krim verloren“

    Laut dem Blatt war auf dem Treffen „Unmut wegen Trump“ zu spüren. Trotzdem hätten alle versucht, pragmatisch und ruhig zu bleiben.

    Der jüngste G7-Gipfel in Charlevoix
    © REUTERS / Prime Minister's Office/ Handout/ Adam Scotti
    Das G7-Treffen in der kanadischen Provinz Quebec am 8. und 9. Juni war von Uneinigkeit über Wirtschaftsfragen überschattet. Konkret ging es um die Unzufriedenheit mehrerer Länder mit den von Washington eingeführten Strafzöllen auf bestimmte Waren. Manche bezeichneten den Gipfel sogar als „G6+Trump“. Der US-Präsident hatte den Gipfel vorzeitig verlassen, um zum Treffen mit Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un nach Singapur zu reisen.

    Nach dem G7-Gipfel hatte der kanadische Premier Justin Trudeau erklärt, alle Staaten hätten sich über eine Abschlusserklärung geeinigt. Dem widersprach Trump aber später und weigerte sich, das Dokument zu unterstützen.

    Zum Thema:

    Trump erläutert, warum Russland zurück in die G7 soll
    „Vorhang geöffnet“: Sacharowa über brisantes G7-Bild
    Braucht Russland die G7? – Tschetschenien-Chef Kadyrow sieht das ganz anders
    Trumps Verweigerung der G7-Erklärung: „Gutes Zeichen für Russland“ – Politiker
    Tags:
    Streit, Kritik, G7-Gipfel 2018, Justin Trudeau, Donald Trump, Shinzo Abe, Jean-Claude Juncker, Emmanuel Macron, Kanada, USA
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren