11:28 22 Oktober 2018
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    US-Soldaten beim Manöver Rapid Trident 2017 in der Ukraine (Archivbild)

    Donbass: Milizen orten „US-Ausbilder“ im Kampfgebiet und warnen vor „schweren Opfern“

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    An der Trennungslinie im Donbass sollen US-Instrukteure eingetroffen sein. Nach Angaben der selbsternannten Volksrepublik Lugansk wollen die Amerikaner unter anderem ukrainische Scharfschützen schulen.

    „Im Raum Luganski ist die Ankunft von Ausbildern aus den US-Streitkräften zu verzeichnen“, teilte der offizielle Sprecher der Volksmiliz der selbsternannten Volksrepublik Lugansk, Andrej Marotschko, bei einem Briefing am Samstag mit.

    Seinen Angaben zufolge sind die Ausbilder dort zur Organisation und Durchführung von Übungen in Bezug auf Kriegsmedizin sowie zur Vorbereitung von Scharfschützen-Paaren für die Militärs der 72. Brigade der ukrainischen Streitkräfte eingetroffen.

    „Ich betone erneut, dass der Versuch von Kiew, den Konflikt mit Gewalt zu lösen, nur zu zahlreichen Opfern führen wird – sowohl auf der einen als auch auf der anderen Seite. Wir rufen die Sonderbeobachtungsmission der OSZE und die Garantenländer dazu auf, Kiew zu zwingen, die von ihm übernommenen Verpflichtungen zur Waffenruhe einzuhalten“, fügte Marotschko hinzu.

    In dieser Woche hatten die ukrainischen Medien unter Verweis auf einen Soldaten der Sondereinheit der Geheimdienstler berichtet, dass die ukrainischen Militärs eine strategische Höhe im Donbass eingenommen hätten und „Donezk noch näher gekommen sind“. In der Volksrepublik Donezk wurden die Meldungen über die Einnahme der strategischen Höhe durch die ukrainischen Militärs dementiert.

    Zuvor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin die ukrainische Regierung vor militärischen Provokationen während der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli) ausdrücklich gewarnt.

    Im Osten der Ukraine schwelt seit mehr als vier Jahren ein militärischer Konflikt. Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und den örtlichen Bürgermilizen sind laut UN-Angaben mehr als 10.000 Menschen ums Leben gekommen.

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    Tags:
    US-Ausbilder, Übungen, Gewalt, Volksmiliz der selbsternannten Volksrepublik Lugansk, ukrainische Streitkräfte, OSZE, Andrej Marotschko, Osten Afrikas, Donbass, Kiew, Lugansk, Ukraine