09:45 17 November 2018
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    OSZE-Mission im Donbass (Symbol)

    US-Außenministerium wirft Russland „Warnschüsse“ im Donbass vor

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    Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, hat Russland Warnschüsse im Donbass im Aktionsgebiet der OSZE-Mission vorgeworfen. Dabei hat Nauert keine Beweise dafür vorgelegt, dass Russland an dem Vorfall schuld ist.

    Nauert retweetet auf ihrem Account im Mikrobloggingdienst Twitter den Bericht der OSZE-Sonderbeobachtermission (SMM), in dem es hieß, dass am 14. Juni sechs Beobachter auf zwei Schützenpanzerwagen im Gebiet des Dorfes Pikusy (23 Kilometer von der Stadt Mariupol entfernt) mit Warnschüssen konfrontiert worden wären.

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    Ein Beobachter sei aus dem Wagen ausgestiegen, um die frischen „Spuren eines Kampffahrzeugs der Infanterie“ zu untersuchen, und hätte in einer Entfernung von 50 Metern zwei bewaffnete Personen gesehen. Einer von ihnen habe aus seiner AK-74 in die Luft geschossen. Laut der Mission schossen die Bewaffneten, um „die Beobachter zu warnen und zu zwingen, das Gebiet zu verlassen“.

    „Ich sehe Berichte, dass Russland unterstelltes Personal von der Waffe Gebrauch gemacht hat, um die unbewaffneten Beobachter der OSZE-Sonderbeobachtermission einzuschüchtern“, schrieb Nauert via Twitter. „Die Beobachter riskieren ihr Leben, um die Zivilisten zu schützen. Russland soll mit seinem erbärmlichen Verhalten aufhören, bevor mehr SMM-Mitarbeiter getötet und oder gezwungen werden, die Ukraine zu verlassen“.

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    Nauert erbrachte jedoch keinerlei Nachweise, dass die Teilnehmer des Vorfalls irgendwelche Verbindungen zu Russland haben.

    Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk (Donbass) geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich vom Februar in Kiew nicht anerkannt und zuerst mehr Selbständigkeit gefordert und dann unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Nach jüngsten UN-Angaben sind bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und den örtlichen Bürgermilizen bislang rund 10.000 Menschen ums Leben gekommen.

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    Tags:
    beweislos, Vorwürfe, Warnschüsse, Beobachter, US-Außenministerium, OSZE, Heather Nauert, USA, Russland, Ukraine, Donbass