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    Fußball-WM neben Atombunker? „Spiegel“ macht sich Sorgen - VIDEO

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    Andreas Peter
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    © Sputnik / Elena Rusko

    Pünktlich zur Fifa-Fußball-WM 2018 in Russland erscheinen in deutschen Medien Artikel, deren Bezug zum Sportereignis fragwürdig ist. Das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ macht sich aktuell Sorgen um den Austragungsort Kaliningrad.

    Wenn der Nachrichtenwert einer Meldung eher mäßig ist, muss sie aufgeblasen werden. Vor allem, wenn diese „Nachricht“ eigentlich nur ein Vehikel ist, um eine ganz andere Botschaft zu transportieren, was nur nicht so offensichtlich sein soll.

    >>Mehr zum Thema: Wozu Kampf gegen Terror? – US-Experten: Kampf gegen Russland und China wäre sinniger

    Das deutsche Qualitätsmedium „Spiegel“ macht es aktuell vor: „Russland baut offenbar Lagersystem für Atomwaffen aus“ überschreibt das Hamburger Magazin einen Artikel. Im Untertitel erfährt der Leser: „Die Enklave Kaliningrad ist eine Spielstätte der Weltmeisterschaft in Russland – und verfügt über ein Lagersystem für Atomwaffen. Satellitenbilder legen nahe, dass dort weitere Bauarbeiten stattfanden.“

    Was das eine mit dem anderen zu tun haben soll, erklärt die Redaktion nicht. Leser, die nur Überschriften und Untertitel lesen, werden aber im Kopf behalten oder weitererzählen, dass die Russen doch glatt während der Fußball-WM Atomwaffenlager bauen beziehungsweise ausbauen. Und das auch noch in der Nähe von Stadien.

    Unnötig zu erwähnen, dass solche Überlegungen nicht angestellt wurden, als 1994 und 1998 Fußball-Weltmeisterschaften in den Atomwaffenstaaten USA und Frankreich stattfanden.

    Vielleicht liegt das daran, dass im Original, auf dem die „Spiegel“-Veröffentlichung basiert, solche abseitigen Gedankenspiele gar nicht zur Debatte standen. Die Vereinigung amerikanischer Wissenschaftler (FAS) hatte einen Tag zuvor einen Artikel publiziert, in dem ziemlich nüchtern und zahlengespickt über die vermutete Modernisierung einer russischen Atomwaffenbasis im Oblast Kaliningrad berichtet wurde.

    >>Mehr zum Thema: Linke diskutiert über die Nato: „Ohne Osterweiterung gäbe es keinen Ukrainekonflikt“

    Der „Spiegel“ machte daraus eine mehr oder weniger reißerische Verlautbarung, die sogar erwähnt, dass die beschriebenen russischen Aktivitäten zu erwarten waren, seit die Nato im Sommer 2016 die Verlegung mehrerer tausend Nato-Soldaten in die Nähe der russischen Grenze beschloss.

    Daraufhin hatte Präsident Putin im Dezember 2016 angekündigt, dass Russland seine Atomabschreckung modernisieren werde, was nun geschieht. So weit, so ungemein überraschend. Aber vielleicht haben einige „Spiegel“-Redakteure Probleme mit Staaten, die sich nicht einschüchtern lassen.

    Zum Thema:

    Russland kommentiert US-Pläne zur Schaffung „kleiner Atombomben“
    „Als Druckmittel gegen Russland“: Pentagon offenbart Details neuer Atomwaffen
    CNBC: Alle Tests von Russlands neuem Marschflugkörper mit Atomantrieb gescheitert
    Tags:
    Bunker, Atomwaffen, Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland, Der Spiegel, Kaliningrad, Deutschland, USA, Frankreich, Russland
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