07:16 20 Juli 2018
SNA Radio
    Russische Botschaft in London

    Fall Skripal: Russische Botschaft schreibt an Prinz Charles

    © Sputnik / Aleksej Filippow
    Politik
    Zum Kurzlink
    101845

    Prinz Charles hat mit seiner Frau Camilla die britische Stadt Salisbury besucht, die nach der Vergiftung der Skripals unter einer Verringerung des Touristenstroms gelitten hat. Die russische Botschaft verfasste daraufhin einen Brief an den Thronfolger, um darin ihre Position zu der Vergiftung zu verdeutlichen.

    „Heute haben wir einen Brief an Prinz Charles geschickt, der unsere Position zu dem Vorfall in Salisbury erklärt. Russland hat nichts mit dem Vorfall zu tun und fordert weiterhin den Zugang zu den Ermittlungen und den verletzten russischen Bürgern“, teilte ein Vertreter der Botschaft mit.

    Die britischen Behörden hätten die Forderungen jedoch entweder zurückgewiesen oder sie ignoriert, was eine „flagrante Verletzung des Völkerrechts“ sei.

    Mehr zum Thema: Briten entschuldigen sich bei russischen Diplomaten für ihre Regierung>>>

    „Nach dreieinhalb Monaten seit dem Vorfall ist klar geworden, dass die politische Führung schnell einen Schuldigen ohne Gerichtsverfahren benannt hat. Denn sie haben Russland nur wenige Tage nach dem Vorfall sehr schwere Vorwürfe zur Last gelegt“, fügte der Botschafter hinzu.

    Vertreidigungsministerium Russlands
    © Foto : Ministry of Defence of the Russian Federation
    Er betonte zudem, dass in dem Schreiben an Prinz Charles viele Briefe erwähnt werden, in denen sich die Briten über die gegenwärtige Politik ihrer Behörden empören. Zum Schluss rief der Botschafter erneut zu einer gemeinsamen Ermittlung des Vorfalls mit Russland und zur Einstellung der antirussischen Kampagne auf.

    Mehr zum Thema: "Kreatives Gelaber": Putin zu G7-Kritik im Fall Skripal>>>

    Am 4. März waren im britischen Salisbury Sergej Skripal, einst Oberst des russischen Militärnachrichtendienstes GRU, und seine Tochter Julia vergiftet worden, was einen großen internationalen Skandal provoziert hatte. London behauptet, Skripal und seine Tochter seien mit dem Stoff A234 vergiftet worden, und wirft Moskau vor, in das Attentat verwickelt gewesen zu sein. Russland wies die Vorwürfe entschieden zurück.

    Zum Thema:

    Fall Skripal: Berlin macht weiter Moskau verantwortlich
    Moskau sagt Julia Skripal Hilfe bei Heimkehr zu
    Vergiftung der Skripals: Scotland Yard stellt Chronologie des Tages nach
    Aussetzer im System: Scotland Yard entlarvt kolossale Lüge im Fall Skripal
    Tags:
    Ermittlungen, Vergiftung, Brief, Russische Botschaft in London, Julia Skripal, Prinz Charles, Sergej Skripal, Salisbury, Großbritannien
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren