07:15 24 September 2018
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    Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko

    Lukaschenko warnt vor Weißrusslands „Anschluss an irgendeinen Staat“

    © Sputnik / Sergei Guneev
    Politik
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    Der weißrussische Präsident Alexandr Lukaschenko hat mit einer rätselhaften Äußerung das Medieninteresse geweckt: Er unterstich die Notwendigkeit, die landwirtschaftlichen Aufgaben des Landes zu erfüllen. Sonst läuft Weißrussland laut Lukaschenko Gefahr, seine Unabhängigkeit zu verlieren.

    „Wir sind an der Front. Wenn wir diese Jahre nicht durchhalten und versagen, dann müssen wir uns entweder irgendeinem Staat anschließen oder man wird uns herumschikanieren. Oder man wird, Gott verhüte, einen Krieg wie in der Ukraine entfesseln“, sagte Lukaschenko bei seinem Besuch im Rajon Schklou.

    Er wies die regionalen Behörden in einer Versammlung an, die vor ihnen stehenden Aufgaben unbedingt zu erfüllen: „Es kann nur einen Grund für eine Nichterfüllung geben – den Tod.“

    Zwischen Minsk und Moskau gibt es Meinungsverschiedenheiten zu etlichen Wirtschaftsfragen. Lukaschenko hatte zuvor Russland die Entfesselung eines Handelskrieges vorgeworfen, als Moskau ein Einfuhrverbot gegen bestimmte Lebensmittelprodukte aus Weißrussland verhängte.

    So hatte das russische Landwirtschaftsministerium Minsk im vergangen April empfohlen, nach anderen Absatzmärkten für seine Milchprodukte zu suchen, weil Russland seinen Binnenmarkt zu 90 Prozent mit einheimischen Produkten versorgen wolle. Weniger als eine Woche später beschloss Moskau ein zeitweiliges Einfuhrverbot für Schweinefleisch aus Weißrussland, nachdem Fälle von Afrikanischer Schweinepest festgestellt wurden.

     

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    Tags:
    Krieg, Gefahr, Unabhängigkeit, Anschluss, Landwirtschaft, Alexander Lukaschenko, Ukraine, Russland, Weißrussland