02:27 24 Oktober 2018
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    US-Militärtechnik in Polen (Archivbild)

    „Schlechte Straßen“: Nato zu langsam für Krieg gegen Russland

    © Foto : U.S. Army/ 22nd Mobile Public Affairs Detachment/ Spc. Dustin D. Biven
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    Die vom US-Militärkommando durchgeführten Militärübungen haben nach Angaben der Zeitung „The Washington Post“ gezeigt, dass die schlechten Straßen im Fall eines Kriegsbeginns die USA daran hindern würden, russische Truppen rechtzeitig in den Baltikum-Ländern und Polen aufzuhalten.

    Dem Kommandeur einer der US-Armeeeinheiten, Adam Lackey, zufolge entstehen Probleme heute bereits, wenn die Truppen sich einfach zu den nächsten Militärübungen bewegen. So habe man beispielsweise ganze vier Monate benötigt, um Militärtechnik aus Georgien nach Deutschland zu verbringen. Diese ganze Zeit sollen die Soldaten am Stützpunkt ohne Waffen und Transportmittel gesessen haben.

    Der Ex-US-Nato-Botschafter Douglas Lute erinnerte daran, dass die Länder aus Osteuropa der Nordatlantischen Allianz bereits 2004 beigetreten seien. Und bis heute hätte sich niemand Gedanken über die Notwendigkeit der Verlegung von Kräften und Mitteln gemacht.

    „Wir haben nicht daran gedacht, dass die Verlegung von so großen Kräften dorthin möglich wäre. Allerdings hat sich die Situation nach 2014 geändert“, zitiert „The Washington Post“ Lute.

    Er betonte, dass bei der Verlegung der Truppen nach Litauen das Hauptproblem sein werde, auf die Eisenbahngleise eines anderen Maßes übergehen zu müssen. Und die einzige Straße aus Polen nach Litauen verlaufe zwischen den Mooren in Schleifen und könne von einem Lastwagen voll und ganz blockiert werden.

    Es wird ferner betont, dass noch ein weiteres großes Problem existiere – die Bürokratie. So erfolgt zum Beispiel die Verlegung der Streitkräfte über das deutsche Territorium nur bei Nacht, und die schwedischen Behörden verlangen, einen Antrag für die Verlegung der Technik im Voraus einzureichen.

    Am 30. April war mitgeteilt worden, dass die Eisenbahnen Lettlands, Litauens und Estlands im Fall eines Konfliktes mit Russland zu einem Problem für die Fortbewegung der Nato-Streitkräfte sein können. Der Grund dafür seien die unterschiedlichen Abstände zwischen den inneren Schienenoberkanten in Europa und im Baltikum, wo die Bahnen und Gleisanlagen seit Sowjetzeiten nicht ausgewechselt wurden.

    Im Jahr 2017 war die US-Armee bereits mit Schwierigkeiten bei der Verlegung der Panzertechnik aus Deutschland nach Polen konfrontiert. Einige Transportwagen seien in eine Brücke geprallt, die sich niedriger erwiesen haben soll, als die Militärs diese bewerteten.

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat am 7. Juni im Laufe des „direkten Drahtes“ die Frage nach der Möglichkeit eines dritten Weltkrieges beantwortet. Ihm zufolge soll seinen Ausbruch das Verständnis unterdrücken, dass er das Ende für das gesamte Leben auf der Welt bedeuten könne.

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    Tags:
    prallen, Straßen, Militärübungen, The Washington Post, US-Armee, NATO, Adam Lackey, Douglas Lute, Wladimir Putin, Baltikum-Länder, Osteuropa, Estland, Schweden, Litauen, Polen, Georgien, Lettland, Deutschland, USA, Russland