00:41 19 Oktober 2018
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    Panzer-Wettbewerb Strong Europe Tank Challenge 2017 in Grafenwöhr

    Russisches Militär kritisiert „Botschaft“ von Panzer-Wettbewerb in Deutschland

    © AFP 2018 / Christof STACHE
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    Das russische Verteidigungsministerium hat Kritik an dem internationalen Panzer-Wettbewerb „Strong Europe Tank Challenge“ auf dem bayerischen Truppenübungsplatz Grafenwöhr geäußert. Die Behörde wies auf eine „antirussische Botschaft“ des Biathlons hin.

    Der Wettbewerb fand vom 3. bis zum 8. Juni statt. Generalmajor Roman Binjukow, Leiter der Verwaltung zur Ausbildung des russischen Heers, wies auf den mangelnden „Wettbewerbs- und Sportgeist“ beim Wettkampf in Deutschland hin.

    „Dafür spürt man aber eine antirussische Botschaft: Sogar bei Schießaufgaben üben die Nato-Besatzungen nicht, auf Zielscheiben zu schießen, sondern auf alte Kriegstechnik aus sowjetischer Produktion“, sagte Binjukow in einem Interview für die Zeitung „Krasnaja Swesda“.

    Nach seiner Einschätzung genoss der Wettbewerb auf dem Bundeswehr-Übungsplatz kein großes Interesse seitens der Öffentlichkeit. „Daran nahmen lediglich acht Länder teil, eins davon war die Ukraine“, fügte der Generalmajor hinzu.

    Das ukrainische Team landete mit seinen Panzern des Typs T-84 „Oplot“ auf den letzten Platz. Binjukow erinnerte an das Interview eines Mitglieds der ukrainischen 14. mechanisierten Wolhynien-Brigade, die an dem Wettbewerb teilgenommen hatte. Der ukrainische Militärangehörige Roman Bagajew hatte nach dem Panzer-Biathlon gegenüber dem Portal „Novynarnia“ die Niederlage der Ukraine erläutert. Er beschwerte sich unter anderem über den technischen Zustand des neuesten ukrainischen Panzers T-84 „Oplot“. Die neuen Kampffahrzeuge waren ihm zufolge bereits am ersten Tag des Wettbewerbs nicht einsatzfähig.

    „Wir sind mit vier T-84 gefahren. Im Programm ‚Offensive‘ (eine der Etappen – Anm. d. Red.) hat  nur ein Panzer schießen können. In den drei restlichen konnte das Geschoss entweder nicht bis zum Ende geladen werden oder die Messgeräte funktionierten nicht. Das System hat gezeigt, dass der Panzer nicht bis zum Ende geladen wurde, weswegen die Kanone nicht vom Hydrostopper heruntergenommen werden konnte“, sagte Bagajew.

    Die zahlreichen Störungen beim T-84-Panzer hätten bei ihm ein Gefühl der Enttäuschung hervorgerufen, so Binjukow: Es sei schade um das berühmte Charkiwer Panzerbauwerk, das seinerzeit den besten sowjetischen Panzer des Zweiten Weltkrieges, den berühmten T-34, gebaut hatte.

     

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    Tags:
    Truppenübungsplatz, Botschaft, Panzer, Wettbewerb, Militär, Kampfpanzer T-84 Oplot-M, Deutschland, Russland