00:30 19 Juli 2018
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    Sergej Skripals Haus in Salisbury

    Skripal-Story: Hauptperson kommt mit Vorteil davon

    © AP Photo / Frank Augstein
    Politik
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    Die britische Regierung soll das Haus des ehemaligen GRU-Obersten Sergej Skripal, der angeblich im britischen Salisbury mit Nervengas vergiftet worden war, kaufen.

    Wie „The Sunday Times“ schreibt, wollen die Behörden außerdem das Haus des Polizisten Nick Bailey erwerben, der als erster am Vorfallort eingetroffen und durch die toxische Substanz verletzt worden sein soll.

    Vertreidigungsministerium Russlands
    © Foto : Ministry of Defence of the Russian Federation
    Nach Angaben der britischen Zeitung wird der Deal auf 780.000 Pfund Sterling (umgerechnet 1,03 Millionen US-Dollar) geschätzt. Den Betroffenen sollen ferner Autos und sonstiges Familienvermögen abgekauft werden. Es wird behauptet, dass die beiden Häuser nach dem Geschehenen verseucht und für einen weiteren Aufenthalt ungeeignet seien.

    Laut Insiderquellen der Zeitung soll Skripals Haus für 350.000 Pfund Sterling (465.000 US-Dollar) und das Haus von Bailey für 430.000 Pfund Sterling (571.000 US-Dolalr) verkauft werden.

    Der Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren Anfang März auf einer Parkbank im südenglischen Salisbury bewusstlos aufgefunden worden. Die britische Seite machte Russland für die Attacke mit dem als Nowitschok bekannten chemischen Kampfstoff A234 verantwortlich. Moskau wies  jegliche Anschuldigungen zurück.

    Die Skripals wurden mehrere Wochen lang stationär behandelt. Die 33-jährige Julia wurde am 9. April und ihr 66-jähriger Vater am 18. Mai aus dem Krankenhaus entlassen.

    Der russische Präsident Wladimir Putin wünschte Sergej Skripal baldige Genesung und betonte, Russland sei bereit, bei der Untersuchung des Falls zu helfen. London lehnte das Angebot ab.

    Der Fall löste einen schweren internationalen Skandal aus. London wies 23 russische Diplomaten aus. Großbritannien wurde von mehreren EU-Ländern, den USA und einigen anderen Staaten unterstützt. Russland antwortete ebenfalls mit der Ausweisung von Diplomaten aus Großbritannien und anderen Ländern.

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    Tags:
    Deal, Haus, Regierung Großbritanniens, The Sunday Times, Nick Bailey, Julia Skripal, Sergej Skripal, Großbritannien
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