00:30 19 Juli 2018
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    Roma-Camp in Lwiw nach dem Angriff ukrainischer Radikalen

    Nach Radikalen-Angriff: Zentralrat fordert von Ukraine mehr Schutz für Sinti und Roma

    © AFP 2018 / Yuri Dyachyshyn
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    Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma hat ukrainische Rechtsextreme für den jüngsten Anschlag auf ein Zigeunerzeltlager in Lemberg verantwortlich gemacht und die Ukraine zu einem besseren Schutz dieser Minderheit aufgerufen. Darüber berichtet die „Zeit“ am Dienstag.

    Der Angriff am Samstag, im Zuge dessen ein junger Mann getötet wurde, sei das „fünfte Pogrom von rechtsextremen Gruppen gegen Roma“ während der zwei vergangenen Monate. Die Überfälle seien teilweise gefilmt und ins Netz gestellt worden.

    „Es scheint, als ob Morde und Gewalttaten gegen Roma in der Ukraine und in Europa zur Normalität werden sollen“, zitiert die „Zeit“ den Zentralratsvorsitzenden Romani Rose.

    Er appellierte außerdem an die internationale Staatengemeinschaft, Antiziganismus genauso eindeutig zu verurteilen wie Antisemitismus.

    Ukrainische Jugendliche waren am Samstag mit Schlagstöcken und Messern bewaffnet auf ein Roma-Camp am Stadtrand von Lemberg losgegangen. Ein 24-jähriger Roma-Mann erlag dabei seinen schweren Stichwunden, vier weitere wurden verletzt. Die Polizei nahm sieben Jugendliche im Alter zwischen 16 und 17 Jahren sowie den 20-jährigen Drahtzieher des Angriffs fest. Ihnen drohen nun Haftstrafen von bis zu15 Jahren.

     

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    Tags:
    Sinti und Roma, Mord, Kritik, Angriffe, Rechtsextremismus, Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, Europa, Deutschland, Ukraine
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