05:43 21 Juli 2018
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    Nato-Logo im Hauptquartier in Brüssel

    Experten: Das sieht Russland in neuer Nato-Strategie

    © Sputnik / Alexey Vitvizkiy
    Politik
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    Die Nato hat am Dienstag eine neue Strategie der Luftstreitkräfte der Allianz verabschiedet, die den Luftwaffen der Nato-Länder ermöglichen wird, in jedem Gebiet und unter allen Bedingungen zu handeln. Russische Experten haben die sich daraus ergebenden Risiken für Russland eingeschätzt.

    In der neuen Strategie wird anerkannt, dass moderne Luftabwehrsysteme, Cyber- und radioelektronische Kampfsysteme Luftoperationen beeinflussen können. Es wird außerdem anerkannt, dass erstmals seit dem Ende des Kalten Krieges Bedingungen entstehen können, unter denen es keine Dominanz in der Luft geben wird.

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    „Wir gestehen, dass die Jahrzehnte unserer unbestrittenen (Überlegenheit — Anm. d. Red.) bei den Luftübungen bald zu Ende gehen könnten“, hieß es von der Allianz.

    Diese These der neuen Nato-Strategie zeugt laut dem Chefredakteur der Zeitung „Nationale Verteidigung“ Igor Korotschenko davon, dass das westliche Militärbündnis die Errungenschaften der russischen Rüstungsindustrie anerkennt und  die Folgen eines möglichen Konflikts mit Moskau nüchtern einschätzt.

    Dabei werden die offensichtlichen Realitäten, die Stärke der russischen Armee sowie die Wirksamkeit des in Russland geschaffenen Luft- und Weltraum-Abwehrsystems anerkannt,  so Korotschenko.

    Allerdings stelle die neue Strategie der Nato-Luftstreitkräfte eine Bedrohung für Russland dar, da sie die Schaffung einer Weltraumarmee für einen eventuellen Einsatz vorsehe, sagte Alexej Kondratjew, Vizechef des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses des Föderationsrates (Russlands Oberhaus), gegenüber Sputnik.

    Dies müsse bei  weiteren Maßnahmen zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit Russlands berücksichtigt werden, so Kondratjew.

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    Er fügte hinzu, Moskau müsse „einen Schritt voraus  sein”, damit die Bedrohung der Nato gegenüber Russland und dem Militärbündnis „Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit“ (OVKS) nicht zunehme.

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    Tags:
    Bedrohung, Sicherheit, Weltraumarmee, Luftstreitkräfte, Strategie, OVKS, Ausschuss für Verteidigung und Sicherheit im Föderationsrat, NATO, Igor Korotschenko, Alexej Kondratjew, Russland