11:09 17 Oktober 2018
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    Michail Saakaschwili (Archivfoto)

    Saakaschwili bekommt in Abwesenheit sechs Jahre Haft

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    Das Stadtgericht in Tiflis hat den Ex-Präsidenten Georgiens Michail Saakaschwili in Abwesenheit zu sechs Jahren Haft wegen seiner Anordnung vom Jahre 2005, den oppositionellen Abgeordneten Waleri Gelaschwili zu verprügeln, verurteilt. Das berichtet am Donnerstag der georgische TV-Sender „Erste“.

    Es ist nicht das erste Gerichtsurteil gegen Saakaschwili. Im Januar 2018 hatte ein Gericht in Tiflis den georgischen Ex-Präsidenten in Abwesenheit zu drei Jahren Haft verurteilt und den Politiker des Amtsmissbrauchs im Fall des Mordes am Bankbeamten Sandro Girgwliani im Januar 2006 für schuldig befunden.

    Gegen Saakaschwili wird in Georgien auch wegen anderer Straftaten ermittelt. Unter den Anklagepunkten sind die Unterschlagung von Staatseigentum sowie die gewaltsame Auflösung einer Demonstration von Regierungskritikern am 7. November 2007.

    Saakaschwili floh im November 2013 aus Georgien, nachdem Georgi Margwelaschwili neuer Präsident geworden war. 2015 wurde Saakaschwili zum Berater des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko. Etwas später erhielt er die ukrainische Staatsbürgerschaft und arbeitete als Gouverneur des Gebiets Odessa. 2016 verließ er diesen Posten. Danach wurde ihm die ukrainische Staatsangehörigkeit entzogen.

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    Urteil, Gericht, Michail Saakaschwili, Georgien, Tiflis