09:08 16 Juli 2018
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    Russischer Außenminister Sergej Lawrow

    OPCW-Mandatsausweitung: Lawrow will Annullierung der Entscheidung

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    Politik
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    Die Teilnehmer der Chemiewaffenkonvention haben bei einer Sondersitzung in Den Haag ein von Großbritannien vorgelegtes erweitertes OPCW-Mandat angenommen und damit starke Kritik aus Russland provoziert. Laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow wird Moskau nun die Annullierung dieser Entscheidung anstreben.

    Sollte Moskau dies jedoch nicht gelingen, könnten die Tage der Organisation gezählt sein, so der russische Außenminister.

    „Wenn eine Konvention ernsthaft verletzt wird, glaube ich nicht, dass man Sorgen vermeiden kann. Und wir werden versuchen, die Entscheidung zu annullieren, weil sie bei der regulären Konferenz der Teilnehmerstaaten auf die Agenda gesetzt werden wird. Aber wenn die Situation nicht korrigiert wird, fürchte ich, dass die Tage der OPCW gezählt sind. Zumindest wird sie keine universelle Organisation mehr bleiben“, sagte Lawrow in einem Interview mit dem Sender Channel 4.

    Die Chemiewaffenkonvention sei durch die Mandatsausweitung verletzt worden und ihre Zukunft bereite erhebliche Sorgen.

    Lawrow zufolge ist die Organisation durch die Briten und ihre Verbündeten „vor wenigen Tagen einer schweren Manipulation unterzogen“ worden.

    „Ich denke, das ist ein voreiliger Schritt. Und ein sehr gefährlicher Weg“, sagte Lawrow.

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    Tags:
    Ausweitung, Kompetenzen, Mandat, OPCW, Sergej Lawrow, Großbritannien, Russland
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