11:57 17 Juli 2018
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    Eine Batterie von S-400 (Archivbild)

    Indien macht Weg für S-400-Erwerb endgültig frei

    © Sputnik / Sergej Malhawko
    Politik
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    Indien hat ungeachtet der Gefahr von US-Sanktionen den Weg zum Erwerb des russischen Luftabwehrsystems S-400 „Triumph“ endgültig frei gemacht.

    Der indische Rat für Verteidigungsausgaben, dem Verteidigungsministerin Nirmala Sitharaman vorsitzt, hatte laut der Zeitung „The Times of India“ vergangenen Donnerstag den großen S-400-Deal mit „geringen Änderungen“ gebilligt.

    „Die Erwerbung des S-400-Systems wird nun dem Finanzministerium zur Genehmigung vorgelegt und dann dem vom Premierminister geleiteten Ministerkomitee für Sicherheit zum endgültigen Abnicken“, teilte eine hochrangige Quelle der Zeitung mit.

    Nun sei es an der politischen Führung Indiens, zu entscheiden, wann der eigentliche Vertrag unterzeichnet werden soll.

    Anfang Juni hatte die indische Verteidigungsministerin versichert, dass die Zusammenarbeit mit Russland in Bezug auf die S-400-Lieferungen trotz des Drucks seitens Washingtons fortgesetzt werde.

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    Der Liefervertrag für fünf S-400-Systeme wurde beim Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem indischen Premierminister Narendra Modi im Oktober 2016 in Goa vereinbart worden.

    Washington warnte daraufhin Neu-Delhi vor dem Kauf der russischen Flugabwehrsysteme, weil sich dies negativ auf die Zusammenarbeit Indiens mit den USA im Verteidigungsbereich auswirken könnte.

    Derzeit sind Russland und Indien die größten Partner im Rahmen einer rüstungstechnischen Zusammenarbeit: Mehr als 70 Prozent der Waffen und Kampftechnik der indischen Armee, Marine und Luftstreitkräfte sind aus russischer und sowjetischer Herkunft. Russland liefert Indien jährlich Waffen und Technik im Wert von Milliarden US-Dollar.

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    Tags:
    Druck, Zusammenarbeit, Militär, Luftabwehrsysteme, S-400, Narendra Modi, Wladimir Putin, Neu-Delhi, Washington, USA, Indien, Russland
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