07:28 22 Oktober 2018
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    US-Präsident Donald Trump

    Trump: EU erlaubt sich „scheußliche Dinge“ gegenüber USA

    © REUTERS / Jonathan Ernst
    Politik
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    US-Präsident Donald Trump hat laut Fox News geäußert, dass sich die Europäische Union im Handel nicht besser als China benehme.

    In einer Live-Sendung von Fox News wurde Trump gefragt, ob die europäischen Verbündeten in die Verhängung von Handelsmaßnahmen gegen China einbezogen werden müssten.

    Die Europäische Union sei genauso schlecht wie China, nur etwas weniger, sagte Trump laut RIA Novosti. „Sie machen mit uns scheußliche Dinge: Sie liefern uns Mercedes aber wir können ihnen keine Autos liefern. Schauen Sie, was sie mit unseren Farmern machen – sie wollen keine landwirtschaftliche Produktion von uns“, so Trump.

    Er erinnerte daran, dass das Handelsprofizit der EU gegenüber den USA 150 Milliarden US-Dollar jährlich übersteige. Dabei betonte Trump, dass er die „Europäische Union mag“.

    Gebühren und Gegenmaßnahmen

    Ende März hatte Trump ein Memorandum „Über den Kampf gegen die wirtschaftliche Aggression von China“ unterzeichnet, das Einschränkungen bezüglich der im Reich der Mitte hergestellten Produktion einzuführen ermöglicht.

    Später sollen die USA eine Liste von 1300 chinesischen Waren veröffentlicht haben, gegen die Importgebühren eingeführt werden können. Auf diese Weise will Washington das Handelsdefizit von mehreren Milliarden Dollar gegenüber Peking überwinden.

    Nach Kalkulationen der US-Administration wird China durch diese Gebühren jährlich etwa 50 Milliarden US-Dollar verlieren.

    Als Gegenmaßnahme habe China Einfuhrgebühren für 128 US-Waren festgelegt und danach entschieden, diese auch auf weitere 106 Waren auszudehnen. Die Zeiträume der Einführung der Handelsmaßnahmen hängen davon ab, ab wann die US-Behörden die Einführung ihrer Einschränkungen für die Waren aus dem Reich der Mitte verkünden.

    Im Mai haben die Seiten vereinbart, wirksame Schritte zur Senkung des Defizits der USA im Handel mit China zu unternehmen, die Ausfuhr von US-Waren sowie Dienstleistungen nach China bedeutend zu steigern, keinen Handelskrieg mehr zu führen und die Einführung von gegenseitigen Handelsgebühren einzustellen.

    Allerdings hat Trump die Einfuhrgebühren auf Waren aus China in Höhe von 25 Prozent ab dem 6. Juli wirksam gemacht. Dabei soll Trump gewarnt haben, auf eventuelle Gegenmaßnahmen von Peking mit weiteren Einfuhrgebühren zu reagieren.

    Trotz alledem haben die chinesischen Behörden unverzüglich erklärt, dass sie eine Einfuhrgebühr auf 659 Artikel von aus den USA importierten Waren im Gesamtwert von 50 Milliarden Dollar erheben. Die Zollgebühr für 545 Artikel in Gesamthöhe von 34 Milliarden Dollar werde ebenfalls ab dem 6. Juli in Kraft treten.

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    Tags:
    Einfuhrzölle, Handelsdefizit, US-Administration, Fox News, RIA Novosti, Donald Trump, EU, USA, China