00:29 19 Juli 2018
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    An der Trennlinie im Donbass (Archivbild)

    Trotz neuer Feuerpause: Lugansk meldet Beschuss seitens ukrainischer Armee

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    Die selbsternannte Volksrepublik Lugansk hat einen mehrfachen Beschuss seitens der ukrainischen Armee in den vergangenen 24 Stunden gemeldet. Insgesamt sei das Feuer viermal eröffnet und damit die neue Feuerpause im Donbass verletzt worden.

    „Teile der Siedlungen städtischen Typs Slawjanoserbsk und Kalinowo und der Dörfer Losowoje und Kalinowka gerieten unter Beschuss“, teilt das Lugansker Infozentrum unter Verweis auf die Verteidigungsbehörde der Republik mit.

    Das ukrainische Militär habe 120-mm- und 82-mm-Granatenwerfer, Schützenpanzer, schwere Panzerbüchsen, Maschinengranatwerfer und Schusswaffen eingesetzt. Insgesamt seien 65 Geschosse abgefeuert worden. Nach Angaben der Lugansker Volksmiliz gab es keine Todesopfer unter den Soldaten und Zivilisten.

    Vertreter der ukrainischen Streitkräfte behaupten ihrerseits, ihre Positionen im Donbass seien in den vergangenen 24 Stunden 25 Male beschossen worden. 

    Präsident der Ukraine Petro Poroschenko (Archiv)
    © Sputnik / Pressedienst des ukrainischen Präsidenten
    Zuvor hatten Lugansker Medien unter Berufung auf den gefangenen ukrainischen Soldaten Jakow Weremejtschik berichtet, dass Nato-Instrukteure die ukrainischen Streitkräfte für eine Offensive im Donbass ausbildeten. „Dort wurden wir von Nato-Vertretern ausgebildet: von Amerikanern, Kanadiern, Polen. Sie schulten uns in Sturmangriffen auf Städte und Gebäude, das heißt, wir wurden mehr für Offensiven ausgebildet“, so Weremejtschik.

    Am Vortag war im Donbass ein neuer Waffenstillstand für die Erntezeit in Kraft getreten. Die Feuerpause war zuvor von einer Kontaktgruppe in Minsk vereinbart worden. Kräfte der selbsterklärten Republik Donezk und Lugansk verpflichteten sich, sich „voll und ganz an die Vereinbarungen zur Wahrung der Feuerpause“ zu halten.

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    Tags:
    Gefechte, Beschuss, Feuerpause, Militär, Lugansk, Donezk, Ukraine, Donbass
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