04:33 24 Oktober 2018
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    „Pakt mit Moskau“: Ist Berlin Amerikas neuer Feind? Experte erklärt

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    Politik
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    Donald Trump soll einen Abzug der US-Truppen aus Deutschland prüfen lassen. Für Germano Dottori ein klares Zeichen, dass Deutschland kein enger Verbündeter mehr für die Vereinigten Staaten ist. Nach Einschätzung des italienischen Politikwissenschaftlers setzt der US-Präsident auf ein „globales Abkommen“ mit Russland, um seine „Feinde“ einzudämmen.

    „Im Kalten Krieg waren die Vereinigten Staaten zu einer  starken und unangefochtenen Führungsmacht für die Europäer aufgestiegen. Nun sind diese Zeiten vorbei: In Europa beginnt ein Kampf um die Führung“, sagte Dottori, Professor für strategische Studien  an der Luiss Universität in Rom, in einem Gespräch mit Sputnik.

    Wladimir Putin (Archivbild)
    © Sputnik / Mikhail Klimentiew

    Auch wenn Trump es noch so sehr wolle, werde Deutschland seine Militärausgaben nie auf 80 Milliarden US-Dollar pro Jahr aufstocken. „Er (Trump – Anm. d. Red.) macht deutlich, dass Deutschland kein starker Verbündeter wie einst im Kalten Krieg mehr ist, sondern eine Konkurrenz und ein potentieller Rivale.“

    Laut dem Experten strebt Trump deshalb einen Pakt mit Moskau an. „Ein globales Abkommen mit Russland ist ein strategischer Eckstein des Plans Trumps für die zukünftige Stellung der USA in der Welt“, sagte Dottori. 

    „Es gilt, die Hauptkonkurrenten und Feinde zurückzudrängen: China und Deutschland. Russland, das gerade zwischen China und Deutschland liegt, hat für Trump eine strategische Bedeutung. Und nichts kann das ändern.“ 

    Selbst im Kalten Krieg habe Trump die Sowjetunion nicht als eine Existenzbedrohung für die Vereinigten Staaten wahrgenommen, denn die Sowjetunion habe Amerikas globale Konkurrenzfähigkeit nicht in Frage stellen können, so der Experte weiter.

    „Ich denke, dass Trump immer noch so denkt.“

     

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    Tags:
    Donald Trump, Angela Merkel, Wladimir Putin, Deutschland, USA, Russland