05:19 21 Oktober 2018
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    Manuela Schwesig (Archivbild)

    Manuela Schwesig: „Ich bekomme viel Zustimmung für meinen Russland-Kurs“

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    Politik
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    Matthias Witte
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    Seit genau einem Jahr ist die SPD-Politikerin Manuela Schwesig Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern. In schwierigen Zeiten bemüht sie sich um den Dialog mit Russland. In den Medien wird sie dafür häufig kritisiert. Doch von anderer Seite bekommt sie Anerkennung.

    Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, begrüßte am Mittwoch in Schwerin die deutsch-russische Freundschaftsgruppe des Bundesrats und des Russischen Föderationsrates. Schwesig ist deren Vorsitzende. Das Amt hatte sie vom ehemaligen sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) übernommen. Zur Freundschaftsgruppe gehören auch der russische Botschafter Sergej Netschajew sowie der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD). Am Mittwochmorgen legten die Politiker auf dem Platz der Opfer des Faschismus in Schwerin gemeinsam Kränze nieder. Anschließend traf sich die Gruppe in der Staatskanzlei.

    Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Botschafter Sergej Netschajew
    © Sputnik / Stringer
    Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Botschafter Sergej Netschajew

    „Das Treffen ist gerade in Zeiten wichtig, in denen das Verhältnis zwischen den beiden Ländern schwierig ist, um im Dialog zu sein“, betonte die Ministerpräsidentin im Sputnik-Gespräch. Bei der ersten Zusammenkunft nach drei Jahren Funkstille hatten sich die Mitglieder zunächst kennengelernt und ausgetauscht. Danach verständigten sich die Mitglieder, den deutsch-russischen Jugendaustausch zu fördern.

    Schwesig, die seit genau einem Jahr Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern ist, zog ein kleines Zwischenfazit und hatte dabei auch Russland im Blick:

    „Ich treffe viele Menschen und bekomme dabei viel Zustimmung in der Bevölkerung für meinen Kurs – den Dialog zwischen Deutschland und Russland zu pflegen und zu intensivieren. Die Bevölkerung hier in Mecklenburg-Vorpommern wünscht sich eine gute Zusammenarbeit mit Russland. Das kann auch durchaus Kritik einschließen – das schließt sich nicht aus. Aber sie möchten nicht die harten Töne hören. Ich habe mich darüber sehr gefreut, weil es zwischenzeitlich auch Kritik an meinem Kurs gab, die wirtschaftlichen Beziehungen zu intensivieren. Wir wollen auch die sportlichen und kulturellen Beziehungen weiter ausbauen. Den Menschen hier liegt es sehr am Herzen, dass wir hier im guten Dialog sind.“

    Schwesig ist davon überzeugt, dass man in einem freundschaftlichen Verhältnis leichter Dinge ansprechen könne, die man vielleicht kritisch sieht: „Die Menschen wünschen sich, dass Deutschland seinen Einfluss nutzt, aber auch Russland, für Frieden zu sorgen. In Europa, aber auch in der ganzen Welt.“

    Darum seien weitere Treffen der deutsch-russischen Freundschaftsgruppe des Bundesrats und des Russischen Föderationsrates ein guter Rahmen. Ein nächstes Treffen soll bald in Russland stattfinden.

    Das komplette Interview mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hören Sie hier:

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    Freundschaft, Partnerschaft, Zusammenarbeit, Russische Botschaft in Berlin, CDU, Föderationsrat, SPD, Bundesrat, Boris Pistorius, Manuela Schwesig, Sergej Netschajew, Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland, Russland