13:12 19 Oktober 2018
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    Venezuelas Präsident Nicolás Maduro

    Nach Berichten über „Trumps Invasionspläne“: Maduro ruft Armee zu Wachsamkeit auf

    © REUTERS / Carlos Garcia Rawlins
    Politik
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    Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro hat auf US-Medienberichte über einen angeblich von US-Präsident Donald Trump in Betracht gezogenen Einmarsch in Venezuela scharf reagiert. Er forderte die Armee des Landes zur Wachsamkeit auf und appellierte, das „Leben in Frieden“ zu verteidigen.

    Laut Maduro darf die venezolanische Armee „nicht eine Sekunde“ nachlassen. Er sehe sich nun in seinem Verdacht bestätigt, dass die Vereinigten Staaten einen Militärangriff gegen Venezuela planten. Ihr Ziel sei dabei, an die großen Ölreserven des Landes zu gelangen. Die venezolanische Armee trage die „Verantwortung, auf die Verteidigung des nationalen Territoriums unter allen Umständen vorbereitet zu sein“, so die Agentur AFP.

    Dabei berief sich Maduro auf Medienberichte, wonach Trump im August des Jahres 2017 seine außenpolitischen Berater zur Möglichkeit eines Einmarsches in Venezuela befragt haben soll. AFP teilte unter Verweis auf den Sender CNN mit, dass diese ebenso wie Staats- und Regierungschefs anderer lateinamerikanischer Länder Trumps Vorstoß abgelehnt hätten. Allerdings habe es zu keinem Zeitpunkt konkrete Pläne für einen Militärschlag gegeben.

    Einen Monat später soll Trump erneut die Militäroperation gegen Venezuela erwähnt haben – und zwar am Rande einer UN-Versammlung. Jedoch sollen alle Staats- und Regierungschefs lateinamerikanischer Länder eine militärische Aktion zurückgewiesen haben.

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    Moskau hält ein Gewaltszenario in Venezuela für kategorisch inakzeptabel. Dies würde die Situation im Land nur verschärfen, wie der Leiter des Departments für Lateinamerika beim Außenministerium Russlands, Alexander Schtschetinin, am Donnerstag gegenüber Sputnik erläuterte.

    „Wir halten dies für kategorisch inakzeptabel, vor allem, weil wir aus Überzeugung gegen die Politik der Sanktionen, Beschränkungen und Restriktionen in Bezug auf einen souveränen Staat auftreten“, so Schtschetinin weiter.

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    Eine so genannte gewaltsame Lösung des Problems werde nicht zur Beseitigung der Schwierigkeiten in Venezuela führen, sondern die existierende Krise nur verschärfen. Es werde sich nur die Lage der Menschen verschlechtern. Darüber hinaus würde dies den Verpflichtungen der Staaten des lateinamerikanischen Kontinents widersprechen – insbesondere der Erklärung, Lateinamerika als Friedenszone zu bewahren.

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    Tags:
    Militäroperation, Verteidigung, Invasion, Uno, Außenministerium Russlands, Alexander Schtschetinin, Nicolás Maduro, Donald Trump, Lateinamerika, Russland, USA, Venezuela