11:28 21 September 2018
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    Patriotische Graffiti mit Krim-Halbinsel in Farben russischer Nationalflagge in Moskau

    Position der Trump-Administration zu Krim-Anerkennung: US-Diplomat gibt Auskunft

    © AFP 2018 / Vasily Maximov
    Politik
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    Die Vereinigten Staaten planen laut dem Ukraine-Beauftragten des US-Präsidenten, Kurt Volker, keine Anerkennung der Krim als Bestandteil Russlands. Dies erklärte er im Interview mit dem russischsprachigen deutschen TV-Sender OstWest.

    „Das Weiße Haus hat sich sehr klar geäußert – der Nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten, John Bolton, und die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, haben deutlich gemacht, dass die USA nicht planen, die russische Annexion der Krim anzuerkennen. So ist auch die amerikanische Position zu verstehen“, erklärte der Diplomat gegenüber dem TV-Sender. Die Trump-Administration demonstriere ihre Position in dieser Frage konsequent, betonte Volker.

    Laut dem Diplomaten trage Moskau die Verantwortung für den „Hybrid-Krieg“ auf der Krim und den Konflikt im Donbass, was seines Erachtens die Bewohner der Ukraine gegen Russland aufbringe.

    Trump hatte zuvor auf die Frage nach einer Anerkennung der Krim als Teil Russlands geantwortet: „Wir werden sehen.“  Laut dem Nachrichtenportal BuzzFeed soll Trump im Juni beim G7-Gipfel in Kanada angeblich erklärt haben, dass er die Krim als russisch betrachte, „denn alle Krim-Bewohner sprechen russisch“. Das Weiße Haus hatte diese Information jedoch dementiert.

    >>> Mehr zum Thema: Trump sieht Krim als Teil Russlands

    Die Krim war nach dem Referendum vom März 2014, bei dem sich 96,77 Prozent der Wähler der Republik und 95,6 Prozent der Bewohner von Sewastopol für die Wiedervereinigung mit Russland ausgesprochen hatten, am 18. März eine russische Region geworden.

    Nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland und der Zuspitzung der Situation in der Ukraine hatten sich die Beziehungen zwischen Moskau und dem Westen verschlechtert, welcher Moskau vorwarf, sich eingemischt zu haben, und deshalb Sanktionen gegen Russland verhängte.

    Russland beschloss daraufhin Gegensanktionen, nahm Kurs auf eine Importsubstitution und erklärte wiederholt, dass Sanktionen konterproduktiv seien. Wie Moskau mehrfach betonte, sei es keine Seite des innerukrainischen Konflikts und auch kein Subjekt der Minsker Abkommen zur Regelung der Situation im Donbass. Russlands Präsident Wladimir Putin zufolge ist das Problem der Krim ein für alle Mal gelöst.

    Die Ukraine betrachtet die Halbinsel indes weiterhin als ihr Territorium, das „zeitweise okkupiert“ ist.

     

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