08:58 23 September 2018
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    Sondereinheiten bei dem ukrainischen Parlament (Rada) (Archiv)

    Rada-Abgeordneter: Westen flehte Kiew an, keinen Kriegszustand zu verhängen

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    Im Jahr 2014 sollen westliche Partner die Führung in Kiew angefleht haben, keinen Kriegszustand im Lande wegen der Situation im Donbass zu verhängen. Dies sagte der Berater des ukrainischen Innenministers und Rada-Abgeordnete, Anton Geraschtschenko, gegenüber dem Sender „112 Ukraine“.

    Hätte Kiew damals den Kriegszustand verhängt, hätte man laut Geraschtschenko die Präsidentschaftswahlen absagen müssen.

    „Außerdem haben unsere westlichen Partner Alexander Turtschinows (der damalige Übergangspräsident der Ukraine und heutige Chef des ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates – Anm. d. Red.) angefleht:,Bitte führen Sie den Kriegszustand nicht ein‘“, so der Politiker.

    >>Andere Sputnik-Artikel: Innenministerium in Kiew heckt Angriffspläne gegen Donbass aus

    Wie Geraschtschenko weiter betonte, würde sich eine mögliche Eskalation des Konflikts im Osten der Ukraine sich sehr negativ auf die Macht des Präsidenten Petro Poroschenko auswirken. „Selbst wenn Poroschenko eine blutige Provokation gestartet hätte, wäre das für seine Präsidentschaft zum Verhängnis geworden.“

    Im April 2014 hatte Kiew eine Militäroperation gegen die selbsternannten Volksrepubliken Lugansk und Donezk eingeleitet. Ende April 2018 hatte Poroschenko angeordnet, das Format der Militärhandlungen im Donbass zu verändern und die Operation „Vereinigte Kräfte der Ukraine“ zu starten. Damit legitimierte Kiew den Einsatz von Streitkräften zur Beilegung des Konflikts in der Region zu Friedenszeiten.

    Nach jüngsten UN-Angaben sind bei den Kampfhandlungen im Donbass mehr als 10.000 Menschen ums Leben gekommen.

    >>Andere Sputnik-Artikel: „Moskau soll in Trümmern liegen“: Wie Kiew Kinder zu blutrünstigen Nazis erzieht

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    Tags:
    Kriegszustand, Konflikt, Eskalation, Alexander Turtschinow, Petro Poroschenko, Westen, Donbass, Ukraine