16:58 31 März 2020
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    Moskau wird von London Beweise für die mögliche Beteiligung Russlands an der Vergiftung von zwei Personen mit einem Nervengift im britischen Amesbury fordern. Dies sagte der russische ständige Vertreter bei der OPCW, Alexander Schulgin, gegenüber der Zeitung „Iswestija“.

    Schulgin dementierte dabei die Information, wonach Großbritannien die OPCW (die Organisation für das Verbot chemischer Waffen) über diesen Vorfall informiert hatte. Russland hat ihm zufolge seine Hilfe bei der Ermittlung angeboten, die britische Seite habe jedoch alle Angebote „arrogant“ zurückgewiesen.

    Der russische ständige Vertreter bei der OPCW schloss nicht aus, dass dieser Vorfall mit der Fußball-WM 2018 verbunden sei, und verwies dabei auch auf das baldige Gipfeltreffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem amerikanischen Amtskollegen Donald Trump in Helsinki.

    „Es ist schwer, den Gedanken fallen zu lassen, dass dies alles geplant und absichtlich für die Anheizung der internationalen Situation und die Schädigung der Autorität Russlands und dessen Beziehungen zu anderen Ländern verbreitet worden ist“, sagte Schulgin.

    Vorfall in Amesbury

    Die 44-jährige Britin Dawn Sturgess und ihr 45-jähriger Ehemann Charlie Rowley waren am 30. Juni in der britischen Stadt Amesbury mit starken Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Scotland Yard erklärte kurz darauf, das Paar sei mit dem „Nowitschok“ vergiftet worden – demselben Giftgas, das angeblich bei dem Anschlag auf die Skripals eingesetzt wurde.

    Die 44-jährige Britin ist nach Angaben von Scotland Yard im Krankenhaus gestorben.

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    Tags:
    Hilfe, Ermittlung, Vergiftung, Beweise, Donald Trump, Wladimir Putin, Alexander Schulgin, Amesbury, Großbritannien, Russland