06:18 20 Oktober 2020
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    Der Beitrag des zurückgetretenen Außenministers Boris Johnson zu den russisch-britischen Beziehungen sei sehr "bescheiden", teilte der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, mit. In Bezug auf den Fall in Salisbury erwarte man nun von der britischen Regierung eine "politischen Erleuchtung".

    "Erst neulich hat der Präsident Russlands Wladimir Putin gesagt, dass diese Seite natürlich früher oder später umgegeschlagen werden sollte. Wir erwarten, sagen wir mal, eine politische Erleuchtung Großbritanniens in dieser Hinsicht. Selbstverständlich warten wir auch darauf, dass früher oder später irgendwelche plausible Erklärungen oder Argumente zu den jüngsten Ereignissen in Salisbury und zu der daraufolgenden Situation geliefert werden", sagte Peskow.

    So kommentierte er den Vorfall in Amesbury, wo ein Paar angeblich mit „Nowitschok“ vergiftet worden sei – mit demselben Giftgas, das mutmaßlich bei dem Anschlag auf die Skripals Anfang März im nahe gelegenen Salisbury eingesetzt wurde.

    Außerdem äußerte sich Peskow zu dem Rücktritt von Boris Johnson: "Natürlich können wir die Minister anderer Länder nur anhand des Kriteriums beurteilen, welchen Beitrag sie zur Entwicklung und zum Ausbau der bilateralen Beziehungen dieses Landes mit Russland geleistet haben. Leider kann dieser Beitrag von Boris Johnson zur Entwicklung der britisch-russischen Beziehungen als sehr, gelinde gesagt, bescheiden betrachtet werden."

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    Tags:
    Außenminister, Rücktritt, Kreml, Foreign Office, Sergej Skripal, Boris Johnson, Dmitri Peskow, Salisbury, England, London, Großbritannien, Moskau, Russland