02:38 20 September 2018
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    Oskar Lafontaine

    Lafontaine: Deshalb hat AfD einen Gleichstand mit SPD erreicht

    © AFP 2018 / JOHANNES EISELE
    Politik
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    Oskar Lafontaine, einst SPD-Vorsitzender und heute Fraktionsvorsitzender der Linken im Saarländischen Landtag, hat in seinem Facebook-Account zum Fazit einer aktuellen Studie des Meinungsforschungsinstituts Emnid Stellung genommen, wonach die SPD und die AfD zum ersten Mal einen Gleichstand von 17 Prozent der Wählerstimmen erreicht haben.

    Wie er schreibt, sind die darauf gegebenen Antworten, unter anderem die Zuwanderung vieler Menschen nach Deutschland, in den meisten Fällen falsch. 

    Als Hauptgrund für den Aufstieg der AfD nannte Lafontaine den von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen zu verantwortenden Sozialabbau der vergangenen Jahre.

    Ihm zufolge geht es dabei um unsichere Arbeitsplätze, niedrige Löhne, sinkende Renten und Kürzungen bei den sozialen Leistungen. Dieses löse bei Millionen Deutschen, die davon betroffen seien, ständige Empörung aus.

    Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) haben 40 Prozent der Deutschen jetzt weniger Einnahmen als in den 1990er Jahren.

    „Diese Verlierer der neoliberalen Politik haben schon nicht verstanden, warum für die Rettung der Banken von einem Tag auf den anderen mehrere Hundert Milliarden zur Verfügung standen, während man ihnen eine bescheidene Erhöhung der sozialen Leistungen, der Renten und der Löhne, mit dem Argument, das Geld sei nicht da, verwehrte“, so Lafontaine.

    Solange die SPD nicht begreifen werde, dass der eigentliche Grund für den Aufstieg der AfD der Sozialabbau, die Lohndrückerei und die Rentenkürzungen seien, sei ihr Niedergang nicht zu verhindern.

     

     

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    Tags:
    Gleichstand, Grund, AfD, Meinungsforschungsinstitut Emnid, Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Die Grünen, FDP, CDU/CSU, SPD, Oskar Lafontaine, Deutschland