17:29 03 August 2020
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    Der Leiter der russischen Delegation bei der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW), Georgi Kalamanow, hat von London Offenlegung der Informationen zur Tätigkeit des britischen Labors für Chemie- und Biowaffenforschung Porton Down gefordert.

    „Ich glaube, es ist an der Zeit, dass die britischen Behörden endlich selbst genau erklären, welche Arbeit das Porton-Down-Labor durchführt“, so Kalamanow bei einer Sitzung des Exekutivkomitees der Organisation in Den Haag.

    Wie Kalamanow weiter behauptete, wurde in dem britischen Zentrum für den Schutz gegen Chemiewaffen früher die toxische Substanz entwickelt, die unter dem Namen „Nowitschok“ bekannt ist.

    „Es ist notwendig, dass Großbritannien der OPCW mitteilt, warum bei ihnen giftige Substanzen,frei herumlaufen‘“, fügte er hinzu.

    Nach Londons Darstellung hat es auf britischem Boden bereits zwei Fälle von Vergiftung mit dem Nervengift „Nowitschok“ gegeben. Der erste Fall ereignete sich im vergangenen März, als der ehemalige russische GRU-Agent Sergej Skripal und seine Tochter Julia in der englischen Stadt Salisbury vergiftet wurden. Die beiden blieben am Leben.

    Am 30. Juni waren die 44-jährige Britin Dawn Sturgess und ihr 45-jähriger Partner Charlie Rowley in der britischen Stadt Amesbury mit starken Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Scotland Yard erklärte kurz darauf, auch diesmal handle es sich um Nowitschok. Sturgess starb später im Krankenhaus. Rowley hat am Dienstag das Bewusstsein wiedererlangt.

    Bemerkenswert ist dabei, dass Amesbury ebenso wie Salisbury nur wenige Kilometer vom britischen Zentrum für Chemie- und Biowaffenforschung Porton Down entfernt ist.

    Großbritannien macht Russland für den Nervengift-Anschlag in Salisbury verantwortlich.

     

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    Tags:
    Labor, Nervengift, "Nowitschok", Chemiewaffen, Vergiftung, Großbritannien, Moskau, London, Porton Down, Russland