15:44 25 September 2018
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    Eine prorussische Demonstration in Ewpatorija vor dem Referendum auf der Krim (Archivbild)

    Trotz klarer Schlappe im Hybridkrieg: Westen pocht auf Unentschieden – Experte

    © Sputnik / Andrej Stenin
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    Der Westen hat seinen Hybridkrieg gegen Russland verloren – und zwar auf der Krim. Nun versucht man, die Niederlage wie ein Unentschieden aussehen zu lassen, sagte der Politologe Rostislaw Ischtschenko im Sputnik-Interview.

    Der Hybridkrieg des Westens sei trotz offenkundiger Niederlage noch voll im Gange, betont der Experte: „Das heißt, sie haben praktisch keine Chancen mehr, ihn zu gewinnen, wollen aber auf ein Unentschieden hinaus“, so der Politologe vom Zentrum für Systemanalyse und Prognosen.

    Wohlgemerkt: „Der Hybridkrieg wird nicht nur auf der Krim geführt. Die Krim war nur eine der Operationen.“ Und Russland habe diese Operation mit Bravour gemeistert, der Westen habe die Krim verloren. „Das hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Russland im ganzen Hybridkrieg gewonnen hat“, erklärt der Analyst.

    Die Rolle Europas im Hybridkrieg sieht der Experte so:

    „Die europäischen Staaten sind nicht passiv, sondern aktiv an diesem Krieg beteiligt. Damit meine ich den permanenten Infokrieg, die Ausweisung von Diplomaten, den Fall Skripal – und sogar die Ukrainekrise, die ist von den Europäern initiiert worden. Das alles sind die Glieder einer Hybridkriegskette.“   

    Zuvor hatte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu im Interview mit der italienischen Zeitung „Il Giornale“ gesagt: „Der Hybridkrieg des Westens ist auf der Krim gescheitert.“ Der Verteidigungsminister erinnerte im Interview an Hybridkriege, die der Westen gegen andere Staaten geführt habe. Kosovo zum Beispiel sei von den USA und der EU – nach der Aufteilung Jugoslawiens infolge des Nato-Angriffs – unverzüglich anerkannt worden. „Ganz ohne die Meinung der im Kosovo lebenden Serben oder die jugoslawische Verfassung zu berücksichtigen“, sagte Schoigu.

    Auf der Krim sei der Westen damit aber gescheitert. „Wir haben es einfach nicht zugelassen, dass unsere Kollegen aus Übersee solche Maßnahmen auf der Krim umsetzen“, sagte der russische Verteidigungsminister. Auf der Halbinsel Krim habe ein Referendum stattgefunden, „bei dem die Einheimischen sich frei und im Beisein Hunderter Vertreter von US-Medien übrigens für den Austritt aus der Ukraine und die Wiedervereinigung mit Russland entschieden“.

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    Tags:
    Westen, Niederlage, Hybridkrieg, Wiedervereinigung der Krim mit Russland, Krim-Referendum, NATO, EU, Verteidigungsministerium Russlands, Sergej Schojgu, Krim, Europa, Russland, USA