23:08 18 September 2018
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    Nord Stream-Pipeline-Bau (Symbolbild)

    Trumps Aussagen über Nord Stream 2: Peskow offenbart Ziel der USA

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    Politik
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    Nach den jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump über die Gaspipeline Nord Stream 2 hat Kremlsprecher Dmitri Peskow offenbart, welche Ziele Washington in Bezug auf dieses Projekt verfolgt.

    „Was die Versuche angeht, dieses kommerzielle Projekt anzugreifen, haben wir zuvor erklärt, dass wir dies als Anzeichen eines unfairen Wettbewerbes erachten. Es ist nichts anderes als ein Versuch, die europäischen Käufer zum Erwerb von teurem Flüssigerdgas zu zwingen, das von alternativen Orten geliefert werden kann“, sagte Peskow am Donnerstag gegenüber Journalisten.

    Der Kremlsprecher betonte, Russland habe sich seit vielen Jahrzehnten als ein zuverlässiger Garant der Energiesicherheit Europas bewiesen.

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    „Wir glauben, dass dies eine Frage des wirtschaftlichen Wettbewerbs ist und dass die Käufer im Rahmen des wirtschaftlichen Wettbewerbs über die Präferenz einer bestimmten Quelle entscheiden sollten“, unterstrich Peskow.

    Am Mittwoch hatte Trump erklärt, Deutschland sei „vollständig von Russland kontrolliert“, weil es „60 bis 70 Prozent seiner Energie aus Russland und der neuen Pipeline“ bekommen würde. Laut dem US-Staatschef ist es „bedauerlich“ und „unangebracht“, dass Berlin Gaspipeline-Deals mit Moskau schließt, während die USA Deutschland vor Russland „schützen“. Außerdem erklärte Trump via Twitter, dass „Pipeline-Dollar“ aus Europa nach Russland nicht akzeptabel seien.

    Das Projekt Nord Stream 2 sieht die Verlegung von zwei Strängen mit einer Jahresgesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern vor. Die Stränge sollen parallel zur bereits bestehenden Pipeline Nord Stream von der russischen Ostseeküste bis nach Deutschland verlaufen und im Jahr 2019 in Betrieb genommen werden.

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    Tags:
    Wirtschaft, Wettbewerb, Energiesicherheit, Flüssiggas, Aussage, Nord Stream 2, Kreml, Donald Trump, Dmitri Peskow, Europa, Russland, USA