22:29 21 September 2018
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    Proteste gegen die Umbenennung Mazedoniens in Skopje: Unser Name ist Mazedonien

    NATO und Mazedonien nehmen demnächst Beitrittsverhandlungen auf

    © AP Photo / Boris Grdanoski
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    NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und Mazedoniens Regierungschef Zoran Zaev haben am Donnerstag in Brüssel ein Dokument über die Aufnahme der Verhandlungen über einen Beitritt der ehemaligen jugoslawischen Republik in die Allianz unterzeichnet. Das wurde in der belgischen Hauptstadt offiziell mitgeteilt.

    „Die von Ihnen mit Griechenland erzielte Vereinbarung über einen neuen Namen (Mazedoniens) hat Hindernisse beseitigt, die dem Beginn der Gespräche im Wege gestanden haben. Das war ein regelrechter Durchbruch“, sagte Stoltenberg.

    „Die NATO-Tür ist für alle europäischen demokratischen Ländern offen, die die Werte der Allianz teilen. Dabei wird über den Beitritt ausschließlich von der NATO selbst entschieden, ohne Berücksichtigung der Meinung dritter Länder“, hieß es in der bei einem NATO-Gipfel verabschiedeten abschließenden Deklaration.

    Mehr zum Thema: Mazedonien in der Nato? Kreml bezieht Stellung

    Die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, übte heftige Kritik an der Einladung Mazedoniens in die NATO. „Das Bestreben der Allianz nach einer mechanischen Expansion in Europa kann die Sicherheit nicht erhöhen. Die beschleunigte Einbeziehung Mazedoniens in das Bündnis führt nur ein weiteres Mal vor Augen, dass die Politik der offenen Türen zu einem Selbstzweck geworden ist“, sagte die Sprecherin am Donnerstag in Moskau.

    „In Wirklichkeit stellt die Allianz die Atmosphäre aus der Epoche der Konfrontation zwischen zwei Blöcken wieder her, in der sich die NATO allem Anschein nach besser fühlt als unter den Bedingungen einer multipolaren Weltordnung… Die Schnelligkeit, mit der Skopje NATO-Mitglied werden soll, bekräftigt, dass die Politik der offenen Türen zu einem Instrument für die Eroberung des geopolitischen Raumes geworden ist“, sagte die Sprecherin.

    Die Außenminister Griechenlands und Mazedoniens, Nikos Kotzias und Nikola Dimitrov, hatten sich zuvor auf einen neuen Namen der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik geeinigt – Republik Nord-Mazedonien. Der etwa 25-jährige Namensstreit zwischen Athen und Skopje stand der Aufnahme Mazedoniens in die EU und NATO im Wege. Griechenland forderte eine andere Bezeichnung des Nachbarlandes, damit es nicht mit der gleichnamigen griechischen Region Mazedonien verwechselt wurde.

     

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    Tags:
    Kritik, Beitrittsverhandlungen, NATO, Nikola Dimitrov, Maria Sacharowa, Nikos Kotzias, Jens Stoltenberg, Nord-Mazedonien, Russland