12:40 11 Dezember 2018
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    US-Finanzminister Steve Mnuchin (Archiv)

    USA drohen jedem Land Strafen für Käufe von iranischem Erdöl an

    © AP Photo / Esteban Felix
    Politik
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    Die USA werden Sanktionen gegen Russland, China oder beliebigen anderen Staat verhängen, der entgegen der Position Washingtons weiterhin iranisches Erdöl kaufen wird. Das erklärte US-Finanzminister Steven Mnuchin am Donnerstag bei einer Anhörung im US-Kongress in Washington.

    Einige Abgeordnete erinnerte den Minister daran, dass China der größte Importeur von iranischem Öl ist.

    Auf die Frage, ob Peking, dem Washington im Grunde genommen einen Handelskrieg erklärt hatte, den USA folgen würde, sagte Mnuchin: „Ich wiederhole: Wir werden ein beliebiges Land – ob China, Russland oder Europa – mit Sanktionen belegen.“

    Am 8. Mai hatte US-Präsident Donald Trump den Ausstieg Washingtons aus dem Iran-Deal angekündigt. Trump stellte die früheren Strafmaßnahmen gegen Teheran wieder her, darunter auch so genannte sekundäre Sanktionen. Von diesen sind Länder betroffen, die Geschäfte mit dem Iran abwickeln.

    Die anderen Mitglieder der Iran-Sechsergruppe lehnten die Position der USA ab. Europäische Partner Washingtons erklärten, dass sie die mit Teheran erzielten Vereinbarungen weiterhin einhalten werden.

    Mehr zum Thema: Proteste in Teheran gegen Trumps Atomdeal-Ausstieg — VIDEO

    Indes hatte Ali Akbar Welajati, außenpolitischer Berater des Revolutionsführers Seyyed Ali Chamenei, nach einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Donnerstag in Moskau über die Bereitschaft Russlands informiert, bis zu 50 Milliarden US-Dollar in die iranische Ölindustrie zu investieren. „Die Summe ist groß genug und kann den Wegfall europäischer Unternehmen kompensieren, die auf die Kooperation mit dem Iran verzichtet haben“, sagte Welajati.

     

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    Tags:
    Ölgeschäfte, Sanktionen, Ali Akbar Welajati, Steven Mnuchin, Iran, Russland, China, USA