10:50 18 August 2018
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    US-Präsident John F. Kennedy kurz vor dem Attentat in Dallas

    Putin erinnert an ermordete US-Präsidenten

    © Foto: Walt Cisco, Dallas Morning News
    Politik
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    Erstes großes Treffen zwischen Putin und Trump (48)
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    Nach ermordeten politischen Gegnern befragt, hat sich der russische Präsident Wladimir Putin an die umgebrachten US-Präsidenten erinnert. Diese Frage war ihm während eines Interviews mit dem TV-Sender Fox News gestellt worden. Der Text des Interviews ist der Webseite des Kremls zu entnehmen.

    Mit dem russischen Staatschef hatte der Journalist Chris Wallace gesprochen. „Ich möchte Sie nicht vom internationalen, sondern vom internen – russischen – Standpunkt aus fragen, warum so viele Menschen, die gegen Wladimir Putin auftreten, auf einmal ermordet worden waren?“, fragte er.

    Unter den Opfern nannte der Moderator die Journalistin Anna Politkowskaja, die im Herbst 2006 im eigenen Haus ermordet wurde, und „den nahe dem Kreml umgebrachten Opponenten“ (wahrscheinlich ist der Politiker Boris Nemzow gemeint, der am 27. Februar 2015 auf der Bolschoi Moskworezki Brücke erschossen wurde – Anm. d. Red.). Er nannte auch den Namen des ehemaligen Mitarbeiters der GRU (russische Militäraufklärung – Anm. d. Red.), der im britischen Salisbury vergiftet wurde.

    Putin sagte daraufhin, dass alle Menschen, die mit Staatstätigkeit beschäftigt sind, politische Gegner hätten, darunter auch US-Präsident Donald Trump. Auf die Anmerkung von Wallace, ob sie leben, antwortete Putin, dass es nicht immer der Fall sei.

    „Hat man bei Ihnen keine Präsidenten ermordet? Hätten Sie das etwa vergessen? Wo ist Kennedy erschossen worden – in den USA oder in Russland? Und was ist mit King passiert?“, erwiderte der russische Staatschef.

    Der russische Präsident betonte zudem, dass die USA über viele derartige Probleme verfügten. „Was passiert überhaupt während der Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Mitgliedern einer Zivilgesellschaft, beispielsweise ethnischer Organisationen von Afroamerikanern? Passiert dies etwa bei uns oder doch bei euch? Das passiert bei euch“, unterstrich Putin.

    Der Staatschef fügte hinzu, dass Russland „sich gewissermaßen noch in einem Zustand seines staatlichen Werdegangs befindet“ und dass sich solche Vorfälle im Land noch ereignen würden. „Wir kämpfen dagegen und ziehen die Leute zur Verantwortung, die dafür zuständig sind“, erklärte er. Putin ergänzte, dass in der Situation um Skripal die britische Seite keine konkreten Dokumente vorgelegt hätte.

    Am 16. Juli hat ein Gipfeltreffen von Trump und Putin in Helsinki stattgefunden. Die Verhandlungen der beiden Staatschefs, einschließlich des Gespräches unter vier Augen, dauerten fast vier Stunden.

    Der 35. US-Präsident, John Kennedy, war im November 1963 in Dallas erschossen worden. Der Kämpfer für die Bürgerrechte der Schwarzhäutigen in den USA, Martin Luther King, war von einem Scharfschützen im April 1968 erschossen worden.

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    ermorden, Präsidenten, Gegner, Verantwortung, GRU, Kreml, Fox News, Anna Politkowskaja, Sergej Skripal, Martin Luther King, Chris Wallace, Donald Trump, John Kennedy, Boris Nemzow, Wladimir Putin, Helsinki, USA, Russland
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