11:17 19 Oktober 2018
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    Gipfel der Präsidenten Russlands und der USA, Wladimir Putin und Donald Trump, in Helsinki

    Gipfel in Helsinki verschiebt „heißen“ Krieg um viele Jahre – Politiker

    © Sputnik / Alexey Nikolsky
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    Das russische Verteidigungsministerium ist dazu bereit, die beim Gipfeltreffen der Präsidenten Russlands und der USA erzielten Vereinbarungen im internationalen Sicherheitsbereich in die Tat umzusetzen, sagte der amtliche Sprecher der Behörde, Generalmajor Igor Konaschenkow.

    Es sei geplant, engere Kontakte mit amerikanischen Kollegen auf der Ebene der Generalstäbe sowie über andere Kanäle herzustellen, so Konaschenkow. Es gehe unter anderem darum, den Vertrag zur Verringerung strategischer Waffen (START) und das Zusammenwirken in Syrien zu verlängern, fügte er hinzu.

    Der russische Präsident hat seinem amerikanischen Amtskollegen bei dem Treffen in Helsinki versichert, dass Moskau bereit sei, den START-Vertrag zu verlängern. Es sei jedoch erforderlich, Details dazu zu besprechen.

    Die beiden Gesprächspartner haben sich auch auf eine Zusammenarbeit beim Syrien-Problem geeinigt. Wie Trump betonte, könnten dadurch Hunderttausende Menschenleben gerettet werden.

    Nach ihrem vierstündigen Treffen traten die beiden Politiker vor die Presse. Wie Putin vor Journalisten sagte, haben die Seiten faktisch das gesamte Spektrum der bilateralen Beziehungen und der internationalen Agenda besprochen und in manchen Fragen sogar praktische Vereinbarungen erzielt.

    Auch Trump schätzte sein Treffen mit dem russischen Amtskollegen positiv ein. Die Beziehungen zu Russland seien für die USA und die ganze Welt wichtig, und Moskau und Washington müssten Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit finden, so Trump.
    Das Mitglied des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses des Föderationsrates (russisches Parlamentsoberhaus), Franz Klinzewitsch, sagte gegenüber Radio Sputnik, das Putin-Trump-Treffen habe den „heißen“ Krieg um viele Jahre verschoben. Die beiden Staatschefs hätten sich über eine Zusammenarbeit auf einem ganz neuen Niveau geeinigt.

    Laut Klinzewitsch muss die Regelung in Syrien die Lösung vieler Probleme nicht nur in dieser Region, sondern auch in Europa vorantreiben.

    „Wir sprechen dabei über viele humanitäre Prozesse, die mit der Befreiung von Territorien (in Syrien – Anm. d. Red.) und der Wiederherstellung einer gewissen bürgerrechtlichen Ordnung verbunden sind, sowie über die Arbeit zur Rückführung von Flüchtlingen und zur Verringerung der Zahl der Flüchtlinge, die jetzt versuchen, aus Syrien auszureisen (darunter auch in Richtung Europa). (…) Auch kann heute damit gerechnet werden, dass die Aktivität der Terrorkämpfer, die vom Westen unterstützt werden, deutlich nachlassen wird“, sagte Klinzewitsch.

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